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„Kunst“ kommt halt doch von „Können“!



Verfasser Dr. Ernst Schütz, 15.10.2018

Landart-Workshop als 1. Preis für junge Schülerinnen und Schüler des „RoKo“

Obwohl Kunst bekanntermaßen die stärkste Form von Individualismus darstellt, die die Welt überhaupt kennt, gilt für sie doch das gleiche wie für so viele andere schöne Dinge im Leben: Am besten gelingt sie oft in der Gemeinschaft. Hier kann jeder zeigen, was er kann – und was er will! Diesen Gedanken zu leben, das erwies sich erst vor Kurzem wieder einmal am Robert-Koch-Gymnasium als wichtig und richtig: Nachdem die letztjährige Klasse 5e nämlich den ersten Preis beim internationalen „Danube Art“-Wettbewerb gewonnen hatte, durften die Kinder diesen heuer als Klasse 6e bei herrlichem Herbstwetter einlösen. Ein Workshop mit der Landart-Künstlerin Claudia Wendtherot, welche extra aus München angereist war, sollte ihnen neue Einblicke in die Kunst mit Naturmaterialien näherbringen. Obwohl dieser Workshop hauptsächlich an der Donau stattfand, begann er für die Schülerinnen und Schüler aber schon auf dem Fussweg dorthin. Entlang des Bogenbaches sollten sie möglichst unterschidliche Naturmaterialien sammeln, um diese gleich in einer ersten Gemeinschaftsarbeit, einem mehrere Meter langem Donauband, zu verwenden. Abwechslungsreich und phantasievoll lösten sie diese Aufgabe und lernten dabei die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der einzelnen Materialien kennen. Wie leicht man z.B. allein mit einer Lupe im richtigen Abstand Bilder und Buchstaben in Holz einbrennen konnte, faszinierte die Klasse besonders. Als Abschluss des Vormittags wurde noch von allen eine Arbeit entworfen, die an die konzentrischen Kreise erinnern sollte, welche dann entstehen, wenn man einen Stein ins Wasser geworfen hat.
Freilich ist leider auch die Donau eine Künstlerin, die sich ständig neu kleidet und mit ihren Wasserfarben spielt. So gehört es eben zum Lauf der Dinge (bzw. eben des Wassers), dass diese Kunst nicht ewig währt bzw. ewig neu erfunden und gestaltet werden muss. Wer also beim nächsten Sonntagsspaziergang auf eine Überraschung wartet, sollte sich nicht enttäuschen lassen, sondern lieber selbst zu Laub und Holz greifen: Haben Sie es denn schon einmal probiert? Und nehmen Sie Ihre Kinder mit!
Die Freude an der Kunst kommt in der Klasse ganz von allein ....