ROKO. Mehr als Schule
50 Jahre ROKO - Festwoche Mo, 29.6. - Fr 3.7.2020

Robert-Koch-Gymnasium Deggendorf, Konrad-Adenauer-Str. 6, 94469 Deggendorf, Tel.: 0991 - 991397 - 0, email: Sekretariat@rokodeg.de

“The American way of life“



Am 15. Oktober machten sich 15 Schüler und Schülerinnen mit den beiden Lehrkräften OStRin Claudia Leutschafft und StDin Petra Keller auf den Weg über den „großen Teich“. Um 7.00 am ging es in der Busbucht los. In Cedar Rapids, Iowa wurde man dann bereits sehnlichst von den Familien erwartet. Nach einem ersten gemeinsamen Abendessen in den Familien und eine durch den Jetlag für die wenigsten erholsame Nacht, traf man sich die ganze Gruppe am Mittwoch zu einem gemeinsamen Frühstück in der neuen Austauschschule des RoKos, der Clear Creek Amana High School.
Auf Grund von Elternsprechtagen und Konferenzen blieb es in der ersten Woche auch bei einem Schultag. Die dazugewonnenen freien Tage wurden mit einer Tour durch das Kinderkrankenhaus von Iowa City und einigen Freizeitaktivitäten mit allen Austauschschülern gestaltet. Natürlich kam das gegenseitige Ausfragen über die Kulturen und das Leben in den verschiedenen Ländern nicht zu kurz. Die zweite Woche war vor allem durch Ausflüge in die Hauptstadt Iowas, Des Moines, zu den Amana Colonies und ins African American Museum geprägt. In Des Monies war kulturtechnisch natürlich das Regierungsgebäude mit Senat und Repräsentantenhaus interessant. Aber auch für die Shopping-Begeisterten war die größte Mall Iowas ein Highlight. In den Amana Colonies konnte man sich das Leben deutscher Aussiedler früher anschauen. Allerdings siedelten die meisten vor 200 Jahren aus, so dass schon ein Unterschied zum modernen Deutschland erkennbar war. Durchaus auch sehenswert war das African American Museum, da es das Leben der schwarzen Bevölkerung von der Sklaverei bis jetzt zeigte. Ansonsten lernten wir das Leben in der Schule kennen.
Am Dienstag floss dann die eine oder andere Träne, als es um 9.30 Uhr auf Wiedersehen hieß. Nach einer sehr anstrengenden 4,5h Fahrt nach Chicago, bezogen wir erst unser Hotel. Doch nachdem wir den ersten Blick auf die Skyline warfen und am Navy Peer spazieren gingen, war die Busfahrt schon wieder vergessen. Als dann jeder die typische Chicago Pizza probiert hatte, legte sich jeder zufrieden schlafen. Am Tag darauf wurde der Plan, den Willis Tower zu erklimmen, durch miserables Wetter zunichte gemacht. Aber nach einer Erkundungstour in einem Partybus durch die Stadt, anschließenden Unterrichtsstunden in Mundharmonika spielen durch einen echten Blues-Musiker und einem Shopping-Nachmittag auf der Mag Mile war wieder jeder glücklich gestimmt. Am Abend ging es dann noch in ein Restaurant der besonderen Art. Nach der „sehr netten Begrüßung“ der Bedienung: „Shut up“ (dt. die sehr unhöfliche Form von: Könnten Sie bitte leise sein), wusste jeder von uns Schülern, dass wir von unseren Lehrkräften in ein Restaurant mit Show geschleift worden waren. Nach erster Skepsis, da die Bedienung doch eher unhöflich und sehr bestimmend war, hatte jeder seinen Spaß, als die Lehrerinnen genauso beschimpft wurden.
Tags drauf machte uns dann eine Schneefront wieder einen Strich durch die Rechnung das ehemals höchste Gebäude der Welt zu erkunden. Doch wir wurden mit einer geführten Tour durch die verschneite Stadt entschädigt. Am Abend sahen wir dann Chicago vorerst zum letzten Mal aus luftiger Höhe, um uns über den großen Teich zurück nach Bayern zu machen.

Philipp Schüßler, 10c

Vor dem Capitol in Des Moines
Ausprobieren bei der Ausstellung "Black Hair" im African American Museum
Halloween ist nicht mehr weit
Chicago am Abend- Hochhäuser spiegeln sich in der "Bean"
Unterwegs mit einem typischen Schulbus
Verfasser: Philipp Schüßler,