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Robert-Koch-Kollegium besucht Partnerschule in Strakonice

  1. Partnerschultreffen der Lehrerkollegien des Robert-Koch-Gymnasiums in Deggendorf und des Gymnasiums Strakonice

Strakonice 2019 Strakonice 2019 Strakonice 2019 Strakonice 2019
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„Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.“

Wie wahr doch die Worte Wilhelm von Humboldts, des großen Bildungsreformers, sind, zeigte sich wieder einmal am 12. Oktober beim diesjährigen Partnerschaftstreffen des Deggendorfer Lehrerkollegiums des Robert-Koch-Gymnasiums mit den tschechischen Kolleginnen und Kollegen aus Strakonice. Die seit 1991 gewachsene Schulpartnerschaft wäre ganz im Sinne des großen preußischen Gelehrten Humboldt gewesen, zeigte sich doch hier wieder einmal, wie persönlich bereichernd herzliche Verbundenheit und kultureller Austausch über Grenzen hinweg sein können. Heinz-Peter Meidinger, Direktor des Robert-Koch-Gymnasiums, sowie fast zwei Dutzend Lehrerinnen und Lehrer des Robert-Koch-Gymnasiums wurden von Schulleiter Miroslav Hlava, und der seiner Stellvertreterin PhDr. Milena Pavlíková sowie dem Kollegium des Gymnasiums Strakonice unter den beeindruckenden Klängen der schulischen Dudelsackpfeifergruppe auf das Herzlichste willkommen geheißen und in der Schulmensa mit zahlreichen Köstlichkeiten der tschechischen Küche versorgt. Im Mittelpunkt des Vormittagsprogramms stand mit der Besichtigung des Schulgebäudes vor allem die Vorstellung der baulichen Neuerungen und Ausstattung des Gymnasiums, welche dem bayerischen Kollegium einen Eindruck vom Unterrichtsalltag und den pädagogischen Möglichkeiten der Partnerschule vermittelte. Ein besonderes Highlight des Partnerschaftstreffens, bei dem ein wesentlicher Programmpunkt stets auch der Besuch der kunst- und kulturgeschichtlichen Besonderheiten der Partnerländer ist, stellte in diesem Jahr die Besichtigung der Burg Švihov dar. Die im 14. Jahrhundert erbaute mittelalterliche Anlage am Rande des Pilsner Beckens in der Nähe von Klatovy (Klattau) beeindruckte bei strahlendem Herbstwetter deutsche wie tschechische Kollegen. Und dies nicht nur mit den Exponaten der Lebensweise im 16. Jahrhundert, sondern vielmehr aufgrund der „märchenhaften“ Kulisse, die die Burganlage in den 70er Jahren bot. Märchenliebhaber auf beiden Seiten der bayerisch-tschechischen Grenze gerieten ins Schwärmen, als die Rede auf „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ – dem überregional bekannten und beliebten tschechischen Märchenfilm – kam. In den Wirtschaftsgebäuden der Vorburg, die heute eine kleine Dauerausstellung mit Filmutensilien und originalen Kostümen beherbergt, konnte man somit Märchen- und auch Filmluft schnuppern, was auch Wilhelm Humboldt angesichts dieser kulturellen Gemeinsamkeit sicher gefallen hätte! Seinen Ausklang fand das grenzüberschreitende Treffen bei einem geselligen Abendessen im Gasthaus der Brauerei Bezděkov, bei dem es sich sowohl Schulleiter Heinz-Peter Meidinger als auch Direktor Miroslav Hlava nicht nehmen ließen, ihre Amtsvorgänger – insbesondere den anwesenden OStD a.D. Albert Zieglmeyer – als Initiatoren der Partnerschaft zu würdigen sowie den Organisatorinnen des Treffens Lenka Sampalíková und OStRin Ingrid Naber zu danken.
Besonderer Dank gebührt an dieser Stelle aber auch der Euregio Bayerischer Wald – Böhmerwald – Unterer Inn e.V., welche durch finanzielle Unterstützung das gemeinsame Treffen der beiden Partnerschulen mitgetragen hat.