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Robert-Koch-Schüler schnuppern Hochschulluft

Einen Tag lang den Alltag von Studierenden erleben konnten 20 Schülerinnen und Schüler des Biologie-Kurses der Q11 des Robert-Koch-Gymnasiums, wobei die Verbindung aus Biologie und Technik im Mittelpunkt stand. Organisiert wurde dieser Praxistag von der Biologielehrerin Monika Trum zusammen mit der Leiterin der MINT-Förderung Andrea Stelzl, die drei Professoren dafür gewinnen konnte. Der Dekan im Bereich Maschinenbau Prof. Dr. Peter Fröhlich begrüßte die Gruppe mit einem schwebenden metallisierten Kunststoffknäuel, das er mit einem Zauberstab – der im Inneren versteckt einen Elektromotor mit Gummiband enthielt- über die Köpfe der Schüler bewegte. Der Elektrotechnik-Ingenieur stellte spektakuläre Projekte, wie etwa die Entwicklung eines speziellen Milchsammelwagens in Neuseeland, oder einen hochmodernen Computertomographen vor. Er betonte in seinem Vortrag, wie wichtig eine Hochschule für angewandte Wissenschaften in Zeiten der Digitalisierung sei. Thomas Kuchler von der MINT-Förderung ging dann auf die Studiengänge der THD und ihre Berufsbilder ein. Einen Einblick in verschiedene Oberflächen, die Forscher von der Natur inspiriert in der Technik umsetzen möchten, gab Prof. Dr. Martin Aust in seinem Vortrag. Ob Spinnenseide, Klettverschluss, Lotuseffekt oder Geckofüße, all diese bionischen Oberflächen sind faszinierend und nachahmenswert. Besonders verblüffte die Schüler das sogenannte Geckotape, das ohne Klebstoff oder Schrauben eine Masse von 300 kg hält. Nach der Theorie ging es dann in die Labore. Die Aufgabe der Schüler bestand darin, eine modifizierte Oberfläche aus Kunststoff herzustellen, mit der man z.B. größere Nutzfahrzeuge, wie Bagger oder Muldenkipper ausstatten könnte, um so schnell Schmutz und Wasser gut abperlen zu lassen. Das Reinigen dieser Giganten ist sehr aufwändig und zeitraubend.

Im ersten Praxisteil untersuchte die Gruppe zusammen mit Prof. Dr. Robert Geigenfeind die Oberflächen mikroskopischer Präparate von Blättern der Kapuzinerkresse, Weihnachtsstern und Eukalyptus im Rasterelektronenmikroskop. Auf den spektakulären Bildern erkannte man sofort, dass die vermeintlich glatte Oberfläche in Wirklichkeit aus vielen winzigen Erhebungen aus Wachskegeln oder anderen filigranen Strukturen besteht. Im zweiten Labor durften die Schüler nach dem Füllstoffkonzept einen Kunststoff mit einem Additiv herstellen, um so einen Abperleffekt nach dem Vorbild der Natur künstlich zu erreichen. Als Basis diente Polyethylengranulat, das zusammen mit dem Füllstoff durch Compoundieren und Extrusion zu langen Kunststofffäden verarbeitet und nach Abkühlung dann wieder zu Granulat zerkleinert wurde. Nach einem gemeinsamen Besuch in der Mensa in geselliger Runde mit den Professoren, ging das Team gestärkt den dritten Arbeitsschritt an: Den Spritzguss und das Pressen von quadratischen Probeplatten aus dem hergestellten Granulat. Zum Schluss kam der analytische Teil. Die Teilnehmer mussten den Kontaktwinkel verschiedener Oberflächen gegen einen Wassertropfen messen. Dabei war ein genaues Auge und Fingerspitzengefühl sehr wichtig. Je hydrophober, d.h. wasserabweisend, und feinstrukturierter eine Oberfläche ist, desto größer ist der Kontaktwinkel, erklärte Professor Aust sehr anschaulich den Schülerinnen und Schülern. Ein Winkelwert größer als 120° bezeichnet man in der Fachsprache als superhydrophob. Bei der Messung einer unbeschichteten Platte erhält man einen Kontaktwinkel von 63°. Das Messergebnis des Kontaktwinkels der gefertigten beschichteten Kunststoffplatte betrug 101°, beim Weihnachtsstern- und Eukalyptus-Blatt erhielt man 136° bzw. 139°. Als Sieger ging eindeutig das Naturmaterial hervor!
Es war ein sehr informativer Tag an der THD und für die zukünftigen Studierenden eröffneten sich bezüglich ihrer Berufswahl neue Perspektiven. Ein großer Dank gilt Frau Stelzl mit ihrem MINT-Team, Professor Fröhlich, den Laboringenieuren G. Müller und J. Plechaty, vor allem aber den Professoren Aust und Geigenfeind, die trotz Prüfungszeit den ganzen Tag die Betreuung der Schülergruppe übernahmen.

Prof. Dr. Peter Fröhlich mit dem Zauberstab
Prof. Dr. Martin Aust
Prof. Dr. Robert Geigenfeind
Schüler bei der Bestimmung des Kontaktwinkels
Gruppenbild auf dem Campus
Verfasser: Tru, 30.01.2019

Am Samstag, dem 13.10.2018, begaben wir uns - 4 Schülerinnen der Q12 - auf den Weg nach Regensburg zum Schülertag der Chemie an der Universität. Nach einer kurzen Begrüßung durch Prof. Dr. Robert Wolf begann der Tag mit spannenden Vorlesungen durch Studiendekan Prof. Dr. Hubert Motschmann über das Chemiestudium an der Uni Regensburg und Prof. Dr. Henri Brunner, einem Gründungsmitglied der Fakultät Chemie, über Bild und Spiegelbild in Chemie und Alltag.
Nach einer knappen Vorstellung der Fachschaft Chemie folgte das Highlight des Tages: eine Experimentalvorlesung durch das Jungchemikerforum Regensburg. Ob fluoreszierendes Luminol, die Hölle des Gummibären, brennendes Magnesium in Trockeneis oder viele weitere Versuche mit zum Beispiel flüssigem Stickstoff: wir alle waren sehr beeindruckt.
Während der Mittagspause gab es Gelegenheit, mit den Professoren ins Gespräch über das Studium zu kommen. Am Nachmittag ging es für uns in kleinen Gruppen zu den Forschungs- und Schulungslaboren. Dort bekamen wir einen besseren Einblick in die verschiedenen Bereiche des Studiums, wie zum Beispiel den Massenspektrograph oder in die „Flow Chemistry".
Nach einer abschließenden Fragerunde wurde uns noch eine Teilnahmebescheinigung und ein Periodensystem ausgehändigt. Für uns alle war es ein sehr informativer und spannender Tag!

Celina Aigner, Anna Reger, Karina Sebald, Hannah Swoboda, Q12
 
 

Verfasser Schmid Markus, 21.10.2018

RoKo-Nachwuchs befasst sich mit Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts

Es überkommt einen ein leichtes Frösteln: Der Gedanke an einen „Day After Tomorrow“ ruft keine angenehmen Assoziationen hervor, spielt er doch auf den Katastrophenfilm von Roland Emmerich aus dem Jahr 2004 an, den dieser damals im Rahmen einer erstaunlich korrekten Vorausschau der klimatischen Entwicklung mit einer ernüchternden Charakterstudie der Menschheit in Verbindung brachte: Das Eis schmilzt, die Katastrophe kommt – und reagiert wird erst, als es bereits zu spät ist und alle Warnungen in den Wind geschlagen sind. Gerade deshalb, so die Logik am Robert-Koch-Gymnasium, gehört eine Thematik wie diese nicht nur ins Kino, sondern auch in den Schulalltag, wo die Verantwortlichen von morgen nicht nur durch kluge Vorträge (so wichtig diese auch sein mögen), sondern auch und vor allem durch die Möglichkeit zum eigenen Nachdenken, Tüfteln und Schlussfolgern auf die Verhinderung jenes filmischen „Tages danach“ vorbereitet werden sollen.

Es war also nur konsequent, das Angebot mehrerer junger Wissenschaftler und Doktoranden der Initiative „Junge Forscherinnen und Forscher e.V. (IJF)“ anzunehmen, sich von ihnen unter dem Motto „Day after tomorrow – Energieversorgung und Energiekonsum heute und morgen“ zwei Tage lange in eine Welt der Technologie und der Zukunft entführen zu lassen. Das Ziel der Jungakademiker bestand darin, den Schülerinnen und Schülern der 10. Klassen Einblicke in Abläufe, Technologien und gesellschaftliche Aspekte rund um dieses brisante Thema zu ermöglichen, welches wie kein zweites das Gestern mit dem Heute verbindet. Die allgegenwärtige Schlüsseltechnologie Energie, von der doch unser gesamter Lebensstandard abhängt, dabei so hautnah zu erleben, dass sich die Jugendlichen nicht nur ein Bild davon machen, sondern auch selbst Hand anlegen konnten, darin bestand der Hauptreiz dieses mit viel Motivation und hoher Hingabe gestalteten Projekts, mithilfe dessen nur zu leicht nachvollzogen wurde, vor welch enormen logistischen und ökologischen Herausforderungen auch die künftigen Erwachsenen bereits heute stehen. Neue Technologien müssen gefunden werden, um unseren Energiekonsum zu minimieren, effizienter zu machen und sich regenerativer Energiequellen nachhaltig zu bedienen. Nur durch kompetente junge Menschen kann der dafür nötige Wandel mitgetragen und –gestaltet werden. Wohl noch nie zuvor in der Geschichte waren Lehrerinnen und Lehrer deshalb so sehr darauf angewiesen, von ihren Schülern übertrumpft zu werden. Die nächste Generation schließlich muss es einfach besser machen …
Wie wird das wohl funktionieren? Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe studieren Zukunftstechnologien.

Verfasser Dr. Ernst Schütz, 19.10.2018

- beim Bayerischen Rundfunk in München
Am 02. Oktober 2018 fuhren wir, das P-Seminar Chemie der Q12, mit dem Zug nach München. Nachdem wir dort angekommen waren, nahmen wir die S-Bahn nach Unterföhring. Nach einem kurzen Fußmarsch sahen wir die vielen Fernsehsender mit ihren Studios schon vor uns. Unser Ziel: die Studios des Bayerischen Rundfunks. Hier wurden wir freundlich in Empfang genommen und wurden dann über das gesamte Gelände geführt. Zuerst sahen wir uns die Kulisse für Grünwald’s Freitagscomedy, die in einem der Studios aufgebaut war, an. Dort testeten unsere Begleitlehrkräfte Herr Grimm und Herr Schmid den Chefsessel. Auch wir Schüler waren beeindruckt von der vielen Technik.

Highlight des Vormittags war für die meisten der Besuch des Kostümfundus. Kleidung, Accessoires und Schuhe aus verschiedenen Kategorien und Zeitaltern werden dort aufbewahrt. Durch die vielen Textilien war die Akustik dort faszinierend. Außerdem war eine große Trachtenauswahl vorhanden, die mancher am Abend noch gerne getragen hätte. Weiter ging die Führung in Richtung Bild- und Tonbearbeitungsstudios. Auch hier war wieder viel Technik, die aber mittlerweile nicht mehr oft im Einsatz ist. Um für das Nachmittagsprogramm gestärkt zu sein, konnten wir mit den Mitarbeitern der aufzuzeichnenden Sendung in der BR-Kantine essen.

Anschließend durften wir mit Herrn Daniel Schwenk, einem ehemaligen Kollegen von Herrn Schmid, der beim Bayerischen Rundfunk als Wissenschaftsjournalist und Redakteur tätig ist, bei einem Dreh zusehen. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank. Zu unser aller Überraschung trafen wir dort jemanden, der für die meisten von uns ein Kindheitsheld ist: Willi Weitzel, bekannt durch „Willi will’s wissen“. Er moderiert jetzt die Sendung „Gut zu wissen“. Zwischen den einzelnen Drehs durften wir Fragen an Moderator, Redaktion oder Tontechniker stellen und die Kulissen genauer inspizieren.

Wir waren erstaunt, dass man als Moderator neben sprachlichen auch turnerische Fähigkeiten benötigt. Willi machte für die Abmoderation der Sendung, die am 06. Oktober ausgestrahlt wurde, einen Kopfstand, was sich nachher in der Aufzeichnung als gar nicht so einfach herausstellte. Unser erstes selbst erstelltes Video, die „Pharaoschlange“, wurde seinerseits von den Profis am Set betrachtet und gelobt. Zudem gab es noch Tipps und Tricks für das Erstellen weiterer Videos. In der lockeren, offenen und lustigen Atmosphäre fühlten wir uns alle wohl. Zum Schluss gab es noch Autogramme von Willi für alle und nach einem ereignisreichen Tag ging es für uns wieder nach Hause.

Gut zu wissen!

Hannah Swoboda, Eva Käspeitzer, Q12
 
 
 
 
 

Verfasser Schmid Markus, 19.10.2018