Herzlich willkommen am RoKo
Robert-Koch-Gymnasium Deggendorf, Konrad-Adenauer-Str. 6, 94469 Deggendorf, Tel.: 0991 - 991397 - 0, E-Mail: Sekretariat@rokodeg.de

Warum Teilen nicht ärmer, sondern glücklicher macht

Das Robert-Koch-Gymnasium spendet an „Kleine Hilfe e.V.“

Künstler können nicht mit Geld umgehen? Von wegen! Was für einen verschwenderischen Mozart oder Beuys‘ „Fettecke“ gelten mag, sollte nicht gleich für alles künstlerische Schaffen generalisiert werden – insbesondere am Robert-Koch-Gymnasium. Denn schließlich gilt hier nicht nur die Kunst sich selbst, sondern ist auch gelebte Kunsterziehung, vermittelt also Werte und ein positives Menschenbild. Nicht Verschwendung, sondern Teilen: Das lässt sich vor diesem Hintergrund bestens vermitteln. Und zwar ganz einfach:

Man erschaffe einen Jahreskalender für das Jahr 2019, gestalte ihn nach allen Regeln der Kunst, peppe ihn auf mit kreativen Ansätzen und Gestalten, und – voila! Fertig ist der Verkaufsschlager. Das liegt heuer vor allem an den eindrucksvollen Tierdarstellungen, die die Schülerinnen und Schüler der letztjährigen 7. Klassen im Kunstunterricht als Linolschnitte gestaltet haben. Mit dem Reinerlös des Kalenders unterstützt das Robert-Koch-Gymnasium nun ein nachhaltiges Hilfsprojekt von „Kleine Hilfe e.V.“ unter der Leitung des Deggendorfer Augenarztes Dr. Detlev Gück. Dieser überreichte bei einer überregionalen Spendenaktion den Roko-Kalender auch zahlreichen Prominenten wie zum Beispiel Franz Beckenbauer.

Dr. Gück errichtet in Chialsa, Nepal eine Schule mit Internat für Mädchen und Jungen. Auf dem Schulgelände entstehen verschiedene Gebäude mit Klassenzimmern, Schlafräumen für Mädchen und für Jungen, sanitären Anlagen, einer Kantine und einem Gemeinschafts¬raum. Auch Räume zur medizinischen Versorgung sind geplant. Das Projekt entsteht in Zusammenarbeit mit den Mönchen des Kopan-Klosters in Nepal. Auch das wäre übrigens mal eine künstlerische Darstellung wert …

Von links nach rechts: OStD Meidinger, Paul Burckhard 8a, Anton Merbach 8a, Joel Forr 8a, Julia Rüffer 8e, Dr. Gück, Hannah Brandl 8c, Cosima Kraut 8e, Lara Geiger 8a, Isabell Dell 8a. Vorne: Katharina Pätzold 8d, Kunsterzieherin OStRin Flügel (Foto: Weinberger)
Verfasser: Ernst Schütz, 7.März 2019

„Kunst“ kommt halt doch von „Können“!



Verfasser Dr. Ernst Schütz, 15.10.2018

Landart-Workshop als 1. Preis für junge Schülerinnen und Schüler des „RoKo“

Obwohl Kunst bekanntermaßen die stärkste Form von Individualismus darstellt, die die Welt überhaupt kennt, gilt für sie doch das gleiche wie für so viele andere schöne Dinge im Leben: Am besten gelingt sie oft in der Gemeinschaft. Hier kann jeder zeigen, was er kann – und was er will! Diesen Gedanken zu leben, das erwies sich erst vor Kurzem wieder einmal am Robert-Koch-Gymnasium als wichtig und richtig: Nachdem die letztjährige Klasse 5e nämlich den ersten Preis beim internationalen „Danube Art“-Wettbewerb gewonnen hatte, durften die Kinder diesen heuer als Klasse 6e bei herrlichem Herbstwetter einlösen. Ein Workshop mit der Landart-Künstlerin Claudia Wendtherot, welche extra aus München angereist war, sollte ihnen neue Einblicke in die Kunst mit Naturmaterialien näherbringen. Obwohl dieser Workshop hauptsächlich an der Donau stattfand, begann er für die Schülerinnen und Schüler aber schon auf dem Fussweg dorthin. Entlang des Bogenbaches sollten sie möglichst unterschidliche Naturmaterialien sammeln, um diese gleich in einer ersten Gemeinschaftsarbeit, einem mehrere Meter langem Donauband, zu verwenden. Abwechslungsreich und phantasievoll lösten sie diese Aufgabe und lernten dabei die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der einzelnen Materialien kennen. Wie leicht man z.B. allein mit einer Lupe im richtigen Abstand Bilder und Buchstaben in Holz einbrennen konnte, faszinierte die Klasse besonders. Als Abschluss des Vormittags wurde noch von allen eine Arbeit entworfen, die an die konzentrischen Kreise erinnern sollte, welche dann entstehen, wenn man einen Stein ins Wasser geworfen hat.
Freilich ist leider auch die Donau eine Künstlerin, die sich ständig neu kleidet und mit ihren Wasserfarben spielt. So gehört es eben zum Lauf der Dinge (bzw. eben des Wassers), dass diese Kunst nicht ewig währt bzw. ewig neu erfunden und gestaltet werden muss. Wer also beim nächsten Sonntagsspaziergang auf eine Überraschung wartet, sollte sich nicht enttäuschen lassen, sondern lieber selbst zu Laub und Holz greifen: Haben Sie es denn schon einmal probiert? Und nehmen Sie Ihre Kinder mit!
Die Freude an der Kunst kommt in der Klasse ganz von allein ....