Hallo meine lieben Polarfüchse und sonstige Freundinnen und Freunde des hohen Nordens,

noch sitze ich hier auf meiner Terrasse in Deggendorf. Aber die Spannung steigt langsam, wenn ich daran denke, dass in ein paar Tagen meine Reise in den hohen Norden los geht.

Ich fliege von Berlin nach Spitzenbergen, nach Svalbard wie die Norweger diese Inselgruppe jenseits des Polarkreises nennen. Alle Linienflüge enden dort in Longyearbyen, das mit seinen rund 2500 Einwohnern zu einen der nördlichsten Orte der Welt zählt. Inmitten von Eismeer und Arktis! Von dort aus brechen wir mit der Ulla Rinman, einem kleinen Expeditionsschiff noch weiter gen Norden auf, um dort eine der klimatisch sensibelsten und am stärksten vom Klimawandel bedrohten Regionen der Erde hautnah zu erleben. Wir wollen den Küstenbereich auf Gletscherveränderungen und Mikroplastik hin untersuchen.

Seit Wochen bereite ich mich nun schon auf diese Reise vor. Es gab einiges zu tun. Es galt, sich in den jetzigen Stand der Gletscherforschung anhand von Fachartikeln einzuarbeiten. Ich habe Umfragen zur Arktisexpedition in einzelnen Klassen durchgeführt und ausgewertet, Laptop und Photoausrüstung zusammengepackt, Reiseproviant besorgt, usw. Aber am meisten haben mich nicht die frei umherlaufenden Eisbären beschäftigt, sondern die Frage -und sag jetzt nicht, „Das ist typisch Frau!“ – „Was ziehe ich an?“.

Denn während wir den ersten Grillabend planen, liegen die Temperaturen in Longyearbyen im Mai bei durchschnittlich -4° C. Arktische Temperaturen! Letztendlich habe ich gepackt wie für einen hochalpinen Winterurlaub – dicke Skiunterwäsche, einen langen Daunenmantel, warme Fäustlinge, etc. sind im Gepäck.

Die größte Herausforderung bleibt allerdings das Schuhwerk. Denn selbst die besten Wanderstiefel helfen nichts, wenn ich direkt ins Wasser steigen muss, um vom Schlauchboot aus an Land zu waten… Deswegen habe ich mir extra Expeditionsgummistiefel in Longyearbyen zur Leihe reserviert. Diese sind zwar 100% wasserdicht, aber leider nicht gefüttert, weswegen ich mir noch 2 extra paar dicke Inlay-Socken besorgt habe. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass mir die Stiefel in Größe 44 (!) passen.

So viel Zeit habe ich noch nie für das richtige Schuhwerk investiert, aber schließlich geht´s ja auch fast bis ans Ende der Welt!

Wenn ihr wissen wollt, ob sich meine Kleiderwahl als die Richtige erweist und wie es uns sonst so ergeht auf unserer Arktisexpedition, dann folgt uns:

– auf Youtube: https://www.youtube.com/@polarlehrerCIAR

– auf Instagram: @Polarlehrer

 

Hoffentlich bis bald,

eure Schneeeule