Auch in diesem Jahr startete wieder das Kooperationsprojekt mit dem Team von Donum Vitae Deggendorf zur Prävention von sexuellem Missbrauch in der 5. Jahrgangsstufe. Der dreistündige Workshop soll die Kinder sensibilisieren, ihre eigenen Rechte zu kennen, über Beratungsangebote informiert und ermutigt zu werden, wenn sie Grenzüberschreitungen erfahren, aber auch sich jemandem anzuvertrauen und Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die NuT-Koordinatorin und Organisatorin Monika Trum freute sich, die Diplom-Sozialpädagoginnen im Schulhaus begrüßen zu dürfen, die drei Themengebiete in den Klassen spielerisch bearbeiteten. Im ersten Teil stand die Sprache im Mittelpunkt. Dabei mussten die Fünftklässler in einem Tabu-Spiel Begriffe zur Sexualität und zu den Geschlechtsorganen von Mann und Frau erklären, Synonyme finden und dabei kritisch beleuchten, ob man diese Wörter im Alltag sagen darf, oder nicht. Der zweite Teil setzte sich mit Gefühlen auseinander. Dabei war es eine große Herausforderung für die Kinder, sich gegenseitig Gefühle pantomimisch darzustellen und diese zu erraten. Im dritten Teil wurden durch verschiedene Fallbeispiele Grenzen aufgezeigt, die man mit Daumen hoch, Daumen waagrecht oder Daumen nach unten beurteilen musste. Kinder müssen lernen, ihre eigenen Grenzen zu kennen, diese zu benennen und „Nein“ zu sagen. Ebenso wichtig ist die Vermittlung, dass der eigene Körper tabu ist und sie ein Recht auf Hilfe haben. Zum Schluss gaben die Sozialpädagoginnen den Schülerinnen und Schülern Regeln und Maßnahmen mit an die Hand, die auf einem Plakat fixiert und im Klassenzimmer aufgehängt wurden.
Das Team von Donum Vitae unterstützte an diesen Vormittagen die präventive Erziehungsarbeit am ROKO und ermutigte die Kinder, sie selbst zu sein, Meinungen wertzuschätzen, mit Respekt und Achtsamkeit den Alltag zu meistern und dabei die persönlichen Grenzen anderer nicht zu überschreiten.
