Passend zum Thema der im Spanischunterricht behandelten Unidad „Galicia“ erhielten die Schülerinnen und Schüler der Q13 einen kleinen und doch sehr authentischen Einblick in das Abenteuer Jakobsweg.

Frau Juliana Hartl besuchte unsere Schule nun schon zum zweiten Mal und erzählte wieder sehr eindrucksvoll von ihren Erfahrungen, die sie als 20jährige Studentin machen durfte. Gemeinsam mit einer Kommilitonin fasste sie damals während ihres Studiums recht spontan den Entschluss, den Jakobsweg zu gehen. Nicht jedoch wie zahlreiche sogenannte Turigrinos, die nur ab Sarria die letzten 100 Kilometer laufen, um mal schnell das begehrte Zertifikat zu erhalten. Nein. 800 Kilometer auf dem populären Camino francés, sechs Wochen lang, ohne größere sportliche Vorbereitung. Eine Herausforderung, an der man nur wachsen kann und Erinnerungen, die einen das ganze Leben lang begleiten.

Und eben diese authentischen Erinnerungen gaben unseren Schülerinnen und Schülern ein konkretes Bild davon, was es bedeutet, den Camino de Santiago zu laufen: viele schmerzende Blasen an den Füßen zu haben, die während der Reise nie wirklich verheilen. Sich einen Schlafsaal mit hundert anderen Pilgern teilen zu müssen, bei finsterer Nacht loszulaufen, um der Mittagshitze zu entfliehen. Sich jeden Tag ein neues Ziel zu setzen. Ergriffen zu sein vom Zusammenhalt unter den Pilgern und von den eigenen Emotionen übermannt zu werden beim Anblick des pendelnden Botafumeiro, dem berühmten Weihrauchkessel in der Catedral de Santiago.

Ein herzliches Dankeschön an Frau Juliana Hartl! Kein Schulbuch könnte je so eindrucksvoll den Jakobsweg beschreiben.