Auch in diesem Jahr fand in der 11. Jahrgangsstufe im Rahmen der Suchtpräventionsarbeit am ROKO der Workshop „Cannabis – quo vadis?“ statt, den die zertifizierte Moderatorin des Gesundheitsamtes Deggendorf Anna Pagany leitete. In dem zweistündigen Workshop gelang es ihr, die Schülerinnen und Schüler über die vielfältigen Auswirkungen des Cannabiskonsums aufzuklären und einheitliche und glaubwürdige Informationen und Präventionsbotschaften zu vermitteln.
„Cannabisprävention ist wichtig, um Jugendliche und junge Erwachsene vor langfristigen gesundheitlichen, psychischen und sozialen Schäden zu schützen“, betont die Suchtpräventionsbeauftragte der Schule Monika Trum, die dieses Projekt organisierte.
Das menschliche Gehirn ist erst im Alter von 25 bis etwa 30 Jahren vollständig ausgereift, wobei der Cannabis-Wirkstoff THC diesen Reifeprozess nachhaltig stören kann. Wissenschaftliche Daten zeigen einen Zusammenhang zwischen frühem bzw. regelmäßigem Cannabiskonsum und einem erhöhten Risiko für Depressionen sowie Angst- und Persönlichkeitsstörungen. Anna Pagany schaffte auch Transparenz und Klarheit über rechtliche Fragen in Verbindung mit Cannabis und regte die Schülergruppe zu einer konstruktiven und kritischen Diskussion über das Konsumverhalten an. Auch Informationen über Hilfsangebote von Beratungsstellen im Landkreis wurden vermittelt. Zum Abschluss durften die Elftklässler mit einer aufgesetzten Drogenbrille einen Parkour aus Warnhütchen meistern. Dieser sollte den Weg vom Gartentor bis zur Haustüre mit Hindernissen, wie Gartenzwerge und Blumentöpfe, simulieren. Die kleine Murmel – symbolisch der Haustürschlüssel – am Ende der festgelegten Strecke in den Standzylinder am Boden zu legen, gelang keinem einzigen Schüler und auch mancher „Gartenzwerg“ flog durch das Klassenzimmer. Sehr schnell wurde den Schülerinnen und Schülern bewusst, wie stark die Sinne im Drogenrausch beeinträchtigt sind.