Starker Auftritt für junge Redner

Gerade in diesen Tagen kämpft die politische Seite der Republik gegen inhaltsleere Schlagworte, die unablässig und unbelehrbar wiederholt werden und den inneren Frieden unseres Landes durcheinanderbringen. Angesichts dessen ist es auch die Aufgabe der Schulen, zu zeigen, dass politischer Diskurs anders geführt werden muss, wenn er zu einem nachhaltigen Erfolg führen soll.

Aus diesem Grund organisiert die Fachschaft Deutsch am Robert-Koch-Gymnasium jährlich in den neunten Klassen eine große Debatte im Rahmen von „Jugend debattiert“, einem Wettbewerb, der auf Bundesebene vom Bundespräsidenten ausgelobt wird. Die Teilnehmer lernen auf besondere Weise, was Leistung, Fairness und Ausdauer bedeuten, wie wichtig und letztlich doch relativ Erfolge sind, und dass es vor allem um eins geht: Meinung zu äußern, Ansichten zu begründen und die besten Lösungen zu finden.

Die Debatte ist dabei keine Diskussion, in der folgenlos jeder seine Meinung sagt. Sie gehorcht vielmehr strengen Regeln: Jeweils vier Teilnehmer debattieren, zwei auf der Pro-, zwei auf der Contraseite. Jeder hat zunächst zwei Minuten Zeit, seine Gründe und seine Position vorzustellen. Dann wird 12 Minuten frei debattiert, wobei es darauf ankommt, gut vorbereitet, konzentriert und präsent zu sein und seine Position überzeugend und klar darzustellen. Am Schluss zieht jeder der vier noch ein Fazit aus dem ganzen Gespräch.

Die Lehrer, die die Debatte in den neunten Klassen unterrichten, müssen eigens darauf geschult sein. Die Klassen debattieren über verschiedene Themen. Es werden jeweils Sieger ermittelt, bis am Schluss zwei Klassensieger feststehen. In zwei Finalrunden kämpfen diese dann wiederum um den Schulsieg. Die zwei Schulsieger werden zum Bezirksentscheid nach Vilshofen entsandt.

Die abschließende Schuldebatte wurde von StRin Alice Brückl organisiert. Wie üblich wurden zwei bundesweit zentral gestellte Themen erörtert; im Halbfinale „Sollte unsere Schule videoüberwacht werden?“ und im Finale „Soll an unserer Schule eine Cafeteria von einer Schülerfirma betrieben werden?“

Die Debattanden konnten sich eine Woche lang darauf vorbereiten, aber erst kurz vor der Veranstaltung wurde ausgelost, welche Seite sie vertreten sollten. Dies verlangt natürlich eine umfassende Kenntnis der Probleme und große geistige Wendigkeit. Für die 9a debattierten Sebastian Sigl und Hannah Ebner, die 9b wurde vertreten von Christina Kröll und Simon Lindner, die 9c von Timo Feilmeier und Catrin Beller und schließlich die 9d von Joshua Schmidt sowie Lukas Weikl.

Die eigens dafür geschulte Jury, die aus den Klassensiegern des Vorjahres bestand, hatte eine schwierige Auswahl zu treffen. Schulsieger wurden schließlich Catrin Beller und Hannah Ebner. Das Robert-Koch-Gymnasium gratuliert herzlich und wünscht den beiden alles Gute für den Bezirksentscheid.

 

 

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