ROKO-Schüler gestalten eine Doschauher-Sendung

 

Eine ganz neue Welt hatten die Schülerinnen und Schüler des Medientechnik-Kurses in zwei Tagen kennengelernt; eine Welt, in der es Encoder-PCs gibt, wo man auf einem Dolly fährt und ein Gesicht anschneidet. Professor Jens Schanze hatte uns nämlich eingeladen, eine Doschauher-Sendung zu gestalten. Und nach einem halben Jahr Vorbereitung und zwei intensiven Probentagen war den Schülern diese Welt so vertraut, dass am 13.12. um 18 Uhr der Countdown für den Start ihrer eigenen Doschauher-Sendung gezählt wurde. Als Thema hatten die Schüler „Zukunft: geplant – ungeplant – verplant“ gewählt.

 

Nach kurzen filmisch inszenierte Sketche ging es durchaus ernst und anspruchsvoll weiter. Drei Politiker aus der Region, nämlich Minister Sibler, Staatssekretärin Hagl-Kehl und Landrat Bernreiter, wurden in einem Filmbeitrag zu dem Problem befragt, wie die Politik letztlich Zukunft herstellt. Die Zukunftsvorstellungen von Kindern und Jugendlichen stellte der Film „Before I die I want to“ vor. Der letzte, sehr professionell gestaltete Filmbeitrag beschäftige sich mit der Auseinandersetzung eines Imkers mit den Umweltveränderungen.

 

Schließlich befragten die beiden souverän parlierenden Moderatoren Stefanie Neuert und Lukas Kern (beide Q11) zwei Studiogäste zu ihren Lebenskonzepten. Zwei Lebensläufe also, wie sie gegensätzlicher nicht sein könnten. Überrascht stellte man nach den sehr sympathisch geführten Gesprächen fest, wie sehr man sich täuschen kann. In dem scheinbar ungeplanten Lebenslauf ist viel mehr Absicht, als man vermutet, und in dem, der vom ersten Tag an durchgeplant zu sein scheint, viel mehr Zufälliges und Spontanes.

 

Damit die Sendung überhaupt so gelingen konnte, hatten Studierende der TH den Schülern das Handwerk an zwei sehr langen Probentagen beigebracht. Die Studenten steckten ja auch mitten in der Materie, denn zwei Wochen vorher hatten sie ja ihre eigene Show auf die Bühne gestellt. Trotzdem wunderte sich ein Student am Ende augenzwinkernd, aber durchaus anerkennend: „Warum proben wir eigentlich so oft, wenn die Schüler ihre Show schon nach zwei Tagen Probe so perfekt hinkriegen?“

Unser Dank geht an Professor Jens Schanze und dem Medienlabor-Leiter Oliver Bauer für die goße Unterstützung.

Die flotte musikalische Umrahmung übernahm die Band „z’jung“ mit Jonas Halser (Q11) aus Plattling.