Auf Einladung von Karin Bilek, Leiterin der Servicestelle Suchtprävention der Regierung von Niederbayern, präsentierte das Präventionsteam des Robert-Koch-Gymnasiums Deggendorf beim Dialogforum Niederbayern sein schulisches Präventionskonzept. Die Veranstaltung brachte Fachkräfte aus Schulen, Beratungsstellen und Präventionsnetzwerken zusammen, um aktuelle Entwicklungen und bewährte Ansätze der Präventionsarbeit zu diskutieren.

Für das Robert-Koch-Gymnasium präsentierten StDin Sonja Würf, künftige zweite Schulleiterin, und OStRin Monika Trum, Suchtpräventionsbeauftragte der Schule, die Entwicklung und Umsetzung des Konzepts. Zum Präventionsteam gehören außerdem die Schulpsychologin OStRin Anna Denk, StRin Daniela Grill als Ansprechpartnerin für Medienprävention, OStRin Ingrid Naber, die das Gewaltpräventionsprogramm „Pack ma’s“ betreut, OStRin Birgit Harant als Fachschaftsleiterin für Geschichte und Politik und Gesellschaft sowie StRin Stefanie Finkl als Mitglied der Schulentwicklungsgruppe. Gemeinsam koordinieren sie die Präventionsarbeit am Robert-Koch-Gymnasium und entwickeln diese kontinuierlich weiter. Seit diesem Schuljahr wird das Team zusätzlich von Schulsozialpädagogin Marion Kanak unterstützt.

Im Mittelpunkt des Vortrags stand das dreigliedrige Präventionskonzept der Schule, das die Bereiche Suchtprävention, Gewaltprävention und Medienprävention umfasst. Das Konzept entstand im Rahmen der Arbeit der Schulentwicklungsgruppe unter dem ehemaligen Vorsitz von OStRin Veronika Weinberger und bündelt zahlreiche bereits etablierte Maßnahmen zu einem systematischen Gesamtansatz. Dabei werden Präventionsangebote altersgerecht über alle Jahrgangsstufen hinweg verankert.  

OStRin Monika Trum stellte die vielfältigen Maßnahmen der Suchtprävention vor. Diese reichen von Projekten zur gesunden Ernährung über Programme zur Prävention von Nikotin-, Alkohol- und Cannabiskonsum bis hin zu Workshops und Informationsveranstaltungen in verschiedenen Jahrgangsstufen. Die Schule nimmt seit vielen Jahren erfolgreich am Nichtraucherwettbewerb „Be Smart – Don’t Start“ teil und wurde hierfür mehrfach ausgezeichnet.  

Im Bereich der Gewaltprävention wurde insbesondere das von OStRin Ingrid Naber betreute Programm „Pack ma’s“ vorgestellt, das die Förderung von Gemeinschaft, gegenseitigem Respekt und Zivilcourage zum Ziel hat. Ergänzt wird dieser Bereich durch Projekte der demokratischen Bildungsarbeit. Dazu zählen das von StRin Stefanie Finkl koordinierte „Argumentationstraining gegen Stammtischparolen“ sowie die Ausstellung „Der z/weite Blick“. Darüber hinaus organisiert OStRin Birgit Harant regelmäßig Workshops zu gesellschaftspolitischen Themen, beispielsweise in Kooperation mit der Bayerischen Informationsstelle gegen Extremismus (BIGE).

Die Medienprävention bildet die dritte Säule des Konzepts. Unter der Koordination von StRin Daniela Grill arbeitet die Schule dabei eng mit externen Partnern zusammen – darunter die Polizeiinspektion Deggendorf –, um Schülerinnen und Schüler für einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien zu sensibilisieren. Bereits ab der 5. Jahrgangsstufe werden dabei die zivil- und strafrechtlichen Rahmenbedingungen der Internetnutzung thematisiert.

Im Rahmen des Dialogforums erläuterte das Präventionsteam außerdem die Bedeutung schulinterner und externer Netzwerke für eine nachhaltige Präventionsarbeit. Dabei wurde deutlich, dass die enge Zusammenarbeit der verschiedenen Akteurinnen und Akteure innerhalb der Schule eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen des Gesamtkonzepts ist. Als Schulpsychologin bringt OStRin Anna Denk hierbei insbesondere ihre Expertise zu psychischer Gesundheit und Resilienz ein und trägt dazu bei, die Bereiche Sucht-, Gewalt- und Medienprävention miteinander zu vernetzen.

Die Einladung zum Dialogforum unterstreicht die überregionale Wahrnehmung der Präventionsarbeit am Robert-Koch-Gymnasium und bot zugleich Gelegenheit zum fachlichen Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern aus ganz Niederbayern.