“O wie fühl’ ich in Rom mich so froh!” Unsere Hälfte der Q12 lernte auf ihrer Studienfahrt nach Italien zu verstehen, wie Goethe so sehr von der Stadt Rom inspiriert werden konnte, dass er sie ausgiebig in seinen Elegien lobpreiste.
Denn nachdem wir alle teils am Boden liegend versucht hatten, etwas Schlaf auf der langen Nachtfahrt zu ergattern, erreichten wir am Sonntag Vormittag Rom, wo wir uns noch vor dem Einchecken im Hotel auf den Weg in den Vatikan machten, um uns den päpstlichen Segen beim Angelusgebet abzuholen. Während sich ein Teil noch auf den Weg machte, die engen Treppen zur Kuppel des Petersdoms emporzusteigen, wartete der Rest bereits auf den Check-In, um sich für die Stadtführung am Nachmittag vorzubereiten. Eng in einen Stadtbus gequetscht fuhren wir ins Zentrum von Rom, wo wir als ersten Stop die antiken Statuen im Nationalmuseum bewundern durften und lernten, dass man diese immer von allen Seiten begutachten muss. Besonders faszinierte uns hierbei, wie detailreich die Körper nachgebildet worden waren. Anschließend rundeten wir den Tag mit dem Pantheon und dem Trevibrunnen ab, wo der ein- oder andere bereit war, eine Münze für sein Glück springen zu lassen.
Am Montag machten wir uns auf den Weg zum Kolosseum. Dort bewunderten wir, wie die Römer derart imposante Gebäude ohne unsere technischen Hilfsmittel bauen konnten und anschließend, nachdem ausreichend Fotos gemacht worden waren, spazierten wir weiter zum Forum Romanum, wo vor allem die Lateiner begeistert die Welt aus ihren Lateinbüchern selbst erblicken konnten. Nach der Besichtigung der Katakomben San Callisto genossen wir den Ausblick über die Stadt mit dem wohl besten Eis Roms.
Am nächsten Tag reisten wir bereits frühzeitig ab, um nach Neapel, der Ursprungsstadt der Pizza Margherita, zu fahren. Dort fuhren wir mit einer Seilbahn zu einer Festungsanlage, von der wir einen grandiosen Blick auf das Meer und ganz “Bella Napoli” hatten. Abends lernten wir in einer Fattoria, wie früher Olivenöl gepresst und Mozzarella hergestellt wurde, bevor wir die hauseigenen Produkte der Farm selbst verköstigen durften. Natürlich probierten wir hier auch alle eine Scheibe der berühmten Zitronen der Amalfiküste, welche tatsächlich ihrem Ruf entsprachen und von uns als die Besten gekürt wurden.
Am Mittwoch näherten wir uns dem Vesuv, der anders als 79 n.Chr. friedlich dalag und uns in Ruhe Pompeji besichtigen ließ. Die detailreichen Wandmalereien der antiken Stadt beeindruckten uns besonders. Ebenso begeisterte uns, die Gebäude auch erfolgreicher Geschäftsfrauen zu sehen und über deren Geschichten zu hören. Am eindrucksvollsten waren jedoch die Gipsfiguren der Opfer, deren geängstigte Haltung uns dazu mahnte, ihr grausames Schicksal, welches der Preis für die gute Erhaltung der römischen Stadt war, nicht zu vergessen. Danach durften wir selbst in die Rolle der Römer schlüpfen und ein Mittagessen in Tunika oder Toga gekleidet in einer römischen Caupona genießen.
Am Donnerstag fuhren wir bei strahlendem Sonnenschein an der Amalfiküste mit dem Boot entlang, wo wir uns zuerst einen schönen Aussichtspunkt in Amalfi suchten, bevor wir weiter nach Positano fuhren, um uns im Meer abzukühlen. Unser Highlight dort war die Sichtung eines lebenden Oktopusses am Strand. Anschließend lernten wir, wie Limoncello hergestellt wird und ließen den Abend mit einem gemeinsamen Essen auf der Dachterasse mit Blick auf den Sonnenuntergang ausklingen.
Müde nahmen wir am Freitag um 5:30 Uhr Abschied vom schönen Sorrent und machten uns auf den Weg in die schöne Renaissancestadt Florenz, wo wir uns mit einem letzten Eis und einem schönen Ausblick auf den Sonnenuntergang über der Stadt aus Italien verabschiedeten und mit vielen neuen Eindrücken die Nachtfahrt zurück nach Hause antraten.
(Paula Leitl, Q12)
