Black Trans Lives Still Matter 

Mit diesen Plakaten wollen wir ein Statement setzen, dass auf ein Thema von großer Wichtigkeit hinweist, welches nach kurzlebiger Medienpräsenz leider an Engagement verloren hat: die Black-Lives-Matter-Bewegung. Insbesondere wird dabei ein Aspekt aufgegriffen, der viel zu oft vernachlässigt wird, nämlich die entscheidende Rolle von transsexuellen, dunkelhäutigen Menschen, die deutlich mehr als andere unter rassistischen, sexistischen und transphoben sowie homophoben Stigmata, auch aus der Black Community selbst, leiden müssen. Dies wird auf dem Plakat mit dem zentralen Motiv ,,Say Their Names“ hervorgehoben, wobei die Zahl der aufgeführten Namen keineswegs endgültig ist und auch nur einen Bruchteil der Opfer von Gewaltverbrechen darstellt. Dieses Phänomen des Exklusivismus innerhalb einer ohnehin schon gesellschaftlich diskriminierten Gruppe ist kein leichtes Thema und muss definitiv mit Vorsicht behandelt werden, aber man muss ihm Aufmerksamkeit widmen um der Menschen willen, die für ihre grundlegenden Existenzrechte kämpfen und sterben. Unterstrichen wird das Statement von einem Zitat der Drag- und Trans-scene Ikone Dominique Jackson, welches ein Auszug aus ihrer Rede anlässlich des ,,23rd Annual HRC National Dinner“ ist und das Minimum an Respekt betont, welches einem Menschen zusteht, aber auch Unverständnis für das ungerechtfertigte Überlegenheitsgefühl von Weißen, Heterosexuellen und Cisgender-Personen gegenüber der POC und LGBTQ+ Community. 
Das dritte Plakatmotiv führt dem Leser die Unbeeinflussbarkeit von Tatsachen wie Hautfarbe, sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität vor Augen, während daran erinnert wird, dass die persönliche Haltung durchaus von der Entscheidung, sich zu gewissen Themen zu informieren und nicht blind einer vorgegebenen Ansicht zu folgen, abhängt. (Judith Dachs, Nils Tietze Q12)