Mit Beginn des Schuljahres 2025/26 nahm die vom Kollegium neu gewählte Schulentwicklungsgruppe (SEG) ihre Arbeit auf. Unter dem Vorsitz von StR Markus Brandl engagierten sich StRin Stefanie Finkl, OStR Michael Mannichl, StRin Nicole Rebl, OStRin Verena Resch, StRin Christine Stadler, und StR Stephan Wensauer für die Weiterentwicklung des Robert-Koch-Gymnasiums. Die Schulentwicklungsgruppe begleitet und koordiniert zentrale Entwicklungsprozesse der Schule. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem die Fortschreibung des Schulentwicklungsprogramms, die Durchführung interner Evaluationen, die Auswertung von Befragungen sowie die Entwicklung von Maßnahmen zur Verbesserung von Unterricht und Schulleben. Im Schuljahr 2025/26 standen insbesondere das Ehemaligenfest, die Überarbeitung des Schulentwicklungsprogramms, die Einführung einer Lehrer-TaskCard sowie die Auswertung der Schulbefragung im Mittelpunkt der Arbeit.

 

Ehemaligenfest zum 55-jährigen Schuljubiläum

Ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt zu Beginn des Schuljahres war die Organisation des Ehemaligenfestes anlässlich des 55-jährigen Bestehens des Robert-Koch-Gymnasiums. Gemeinsam mit zahlreichen Mitgliedern der Schulfamilie plante die Schulentwicklungsgruppe die Veranstaltung, zu der Absolventinnen und Absolventen verschiedener Jahrgänge eingeladen wurden. Auf dem Programm standen ein Sektempfang, Kaffee und Kuchen, Schulhausführungen, historische Bildpräsentationen, ein Gästebuch sowie verschiedene Begegnungsmöglichkeiten für die Gäste. Das große Interesse und die zahlreichen positiven Rückmeldungen machten deutlich, dass sich viele ehemalige Schülerinnen und Schüler dem Robert-Koch-Gymnasium auch lange nach ihrer Schulzeit noch verbunden fühlen. Auch der Förderverein nutzte die Veranstaltung, um mit den Ehemaligen ins Gespräch zu kommen und Möglichkeiten einer stärkeren Alumni-Arbeit auszuloten. Die Veranstaltung diente damit auch der Pflege der Schulgemeinschaft über Generationen hinweg und bildete zugleich einen Ausgangspunkt für den weiteren Ausbau des Ehemaligennetzwerks am ROKO.

 

Schulentwicklungsprogramm

Im weiteren Verlauf des Schuljahres widmete sich die Schulentwicklungsgruppe intensiv der Überarbeitung des Schulentwicklungsprogramms. Dabei wurden bestehende Ziele überprüft, erreichte Maßnahmen dokumentiert und neue Zielvereinbarungen bis zum Jahr 2031 formuliert. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Integration der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Künftig sollen die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen im Schulgebäude und in der Öffentlichkeitsarbeit – beispielsweise im Jahresbericht – sichtbar gemacht werden. Ergänzend wurden Ziele zur Förderung von Gestaltungskompetenz sowie zur stärkeren Berücksichtigung der didaktischen Prinzipien der BNE im Unterricht aufgenommen. Projekte wie Lerncoaching, Seminare, Austauschprogramme und Präventionsangebote leisten hierzu bereits wichtige Beiträge.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Lernbegleitung der Schülerinnen und Schüler. So wurden Maßnahmen zur individuellen Förderung in das Schulentwicklungsprogramm aufgenommen. Dazu zählen unter anderem die Weiterentwicklung des Angebots „Schüler helfen Schülern“ sowie die stärkere Einbindung von Lerncoaching-Angeboten für Schülerinnen, Schüler und Eltern. Ziel ist es, Lernprozesse noch gezielter zu unterstützen und nachhaltige Lernstrategien zu fördern. Dabei steht nicht nur die fachliche Förderung im Mittelpunkt, sondern auch die Entwicklung von Selbständigkeit, Eigenverantwortung und wirksamen Lerngewohnheiten.

 

Lehrer-TaskCard

Ein bereits erfolgreich abgeschlossenes Projekt ist die Einführung einer digitalen Lehrer-TaskCard. Diese bündelt wichtige Informationen, Ansprechpartner, Abläufe und organisatorische Hinweise für das Kollegium an zentraler Stelle. Die TaskCard wurde auf Basis bestehender Vorlagen erweitert und um zahlreiche schulinterne Informationen ergänzt. Seit dem zweiten Schulhalbjahr steht sie allen Lehrkräften zur Verfügung und soll fortlaufend aktualisiert werden. Insbesondere für neue Kolleginnen und Kollegen stellt sie eine hilfreiche Orientierungshilfe im Schulalltag dar.

 

Schulbefragung als Grundlage für weitere Entwicklungsprozesse

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit war die Durchführung und Auswertung der jährlichen Schulbefragung. Erstmals kam dabei das vom Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung entwickelte Befragungstool „BETSIE“ zum Einsatz. An der Befragung beteiligten sich 35 Lehrkräfte, 260 Schülerinnen und Schüler sowie 62 Eltern aus den Jahrgangsstufen 5, 8 und 11. Die Ergebnisse liefern wertvolle Hinweise für die zukünftige Schulentwicklung.

Im Bereich Unterrichtsqualität wurden die klaren Regeln im Unterricht sowie das regelmäßige Üben und Wiederholen von Lerninhalten positiv bewertet. Gleichzeitig zeigte sich Entwicklungspotenzial bei der individuellen Rückmeldung zum Lernstand. Schülerinnen und Schüler wünschen sich häufiger konkrete Hinweise, wie sie ihre Leistungen verbessern können. Auch die Vermittlung von Lernstrategien und Zeitmanagement wurde als wichtiges Handlungsfeld identifiziert.

Im Bereich Digitalisierung werden digitale Medien bereits selbstverständlich im Unterricht eingesetzt. Themen wie Datenschutz und der kritische Umgang mit Informationen sind fest verankert. Entwicklungsmöglichkeiten bestehen insbesondere bei der digitalen Zusammenarbeit der Schülerinnen und Schüler.

Die Ergebnisse zeigen zudem, dass die individuelle Förderung weiter gestärkt werden kann. Zwar werden Sachverhalte bei Bedarf erneut erklärt und Fragen aufgegriffen, zusätzliche Differenzierungsangebote und unterschiedlich anspruchsvolle Aufgabenstellungen werden jedoch insbesondere in höheren Jahrgangsstufen noch nicht immer ausreichend wahrgenommen.

Die Befragung zeigte außerdem, dass rund 15 Prozent der Schülerinnen und Schüler zu Hause nie oder nur selten Deutsch sprechen. Diese Erkenntnis bestätigte die Schulentwicklungsgruppe in ihrem Vorhaben, die Sprachförderung als Schwerpunkt im überarbeiteten Schulentwicklungsprogramm zu verankern und bestehende Unterstützungsangebote weiterzuentwickeln.

Besonders positiv fällt die Bewertung des Schulklimas aus. Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte beschreiben den Umgang miteinander als freundlich und respektvoll. Auch die Gesamtzufriedenheit mit der Schule liegt auf einem hohen Niveau. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse, dass die Schulfreude und Zufriedenheit in höheren Jahrgangsstufen etwas geringer ausfallen als in der Unterstufe. Dies wird bei zukünftigen Entwicklungsmaßnahmen berücksichtigt werden.

Sehr erfreulich sind außerdem die Rückmeldungen zur Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule. Die Eltern fühlen sich am Robert-Koch-Gymnasium willkommen und schätzen sowohl den Informationsaustausch als auch die Gesprächskultur mit den Lehrkräften. Gleichzeitig wurde der Wunsch geäußert, die gemeinsame Unterstützung des Lernens durch Schule und Elternhaus künftig noch enger miteinander zu verzahnen.

Die Arbeit der Schulentwicklungsgruppe im Schuljahr 2025/26 hat damit wichtige Grundlagen für die weitere Entwicklung des Robert-Koch-Gymnasiums geschaffen. Die Überarbeitung des Schulentwicklungsprogramms und die Ergebnisse der Schulbefragung sowie die Überarbeitung des Schulentwicklungsprogramms liefern wertvolle Impulse für die zukünftige Gestaltung von Unterricht und Schulleben.