Herzlich willkommen am RoKo
Robert-Koch-Gymnasium Deggendorf, Konrad-Adenauer-Str. 6, 94469 Deggendorf, Tel.: 0991 - 991397 - 0, email: Sekretariat@rokodeg.de

Warum nicht nur der Liebe Gott die fröhlichen Geber liebt


Schülerinnen und Schüler des RoKo erlaufen fünfstellige Rekordspende für TICA

Obwohl sie ein jeder von uns kennt, die bekannte Redewendung, wonach Geben seliger denn nehmen sei, müssen wir uns wohl doch immer wieder selbst bei der Nase fassen bei dem Gedanken daran, dass uns der Sozialstaat viel Herzblut einfach abgenommen hat – und das Geben zumeist eher ein Fall für die alljährliche Steuererklärung bleibt als für die christliche Nächstenliebe. Umso schöner ist es daher, wenn uns wenigstens unsere Kinder (und damit die Vertreter der kommenden Generation) aus der misslichen Lage befreien, dass wir in dieser Hinsicht oft nur wenig vorzuweisen haben. So ist denn auch das Ergebnis des Spendenlaufs, der vor zwei Wochen am Robert-Koch-Gymnasium zugunsten des TICA-Projekts in Bolivien zur Unterstützung von Kindern in Armut durchgeführt wurde, gleich in doppelter Hinsicht wertvoll: Zum einen können die jungen „Kochler“ damit ihren Altersgenossen jenseits des Atlantiks ein deutliches Mehr an Schulbildung und Betreuung ermöglichen, zum anderen aber auch der Öffentlichkeit zeigen, dass sie nicht nur dem Mund nach für ihre Werte eintreten, sondern auch in der Tat – an welcher der Mensch schließlich auch bemessen wird.

Am letzten Schultag konnte somit das Organisationsteam der Sport-Referendare Jasmin Barthold, Florian Wenzel und Raphael van der Heyd der versammelten Schulgemeinschaft das Ergebnis des Spendenlaufs präsentieren, indem sie Frau Barbara Stark (ehemals Stark-Verlag), welche das TICA-Projekt vor 22 Jahren zusammen mit ihrem Ehemann Johannes Stark gegründet hatte, einen Scheck in Höhe von sage und schreibe 13.550,- EUR überreichten. Zu den Spitzenreitern zählten die Klassen 7e (1399,50 EUR), 5b (850,- EUR) und 10a (798,50 EUR), die durch ihre sportlichen Höchstleistungen und ihre Ausdauer für die gute Sache maßgeblich zum Gelingen des Projekts beitrugen –ohne dabei die Leistungen der anderen Klassen in den Schatten zu stellen, denn: Nur alle gemeinsam konnten dieses beeindruckende Ergebnis zustande bringen. Und sie dürfen stolz darauf sein!



 
 
Verfasser: Ernst Schütz,

Eine Zeitreise durch Bayern

Amerikanische Schüler zu Gast am Robert-Koch-Gymnasium

Eine kleine Gruppe aus South Bend, Indiana kam nach Deggendorf, um gemeinsam mit ihren Lehrkräften Connie Langheinrich, Ben und MaryKay Davidson Bayern und die bayerische Lebensart kennenzulernen. Tatkräftig wurden sie dabei von ihren deutschen Partnern und den Lehrkräften Petra Keller und Claudia Leutschafft unterstützt.
Obwohl die Gäste gleich bei ihrer Ankunft mit frischen Brezen und Lebkuchenherzen begrüßt wurden, stellten sie schnell fest, dass Bayern aus sehr vielen Facetten besteht. Ein umfangreiches Programm, das auch als Schnelldurchgang durch die bayerische Geschichte verstanden werden konnte, sorgte für viele Eindrücke.
In Regensburg trafen Antike und Mittelalter aufeinander, nach einer Stadtralley durch die Altstadt wurde auf der römischen Galeere kräftig gerudert und geschwitzt. Barock wurde es in der Klosterbibliothek von Metten, König Ludwigs Schloss in Herrenchiemsee verzückte die Gäste. Das Reichstagsparteigelände in Nürnberg gab Einblicke in die Zeit des 3. Reichs, in Bayerisch Eisenstein konnten sie direkt erleben, was es bedeutet, wenn Grenzen offen sind. Daneben standen aber auch noch Ausflüge nach München und Rothenburg an.
Neben diesem intensiven Besuchsprogramm wurde aber auch das diesjährige Rahmenthema „Energie“ nie außer auch gelassen. Auf dem TUM Campus Straubing gab es zuerst eine Führung durch die Dauerausstellung rund um Energieverbrauch und Nachwachsende Rohstoffe, bevor dann intensiv und ehrlich Deutschland und USA in Bezug auf „Energie – Verbrauch, Erzeugung, Preise“ verglichen wurden. Interessant war zum Beispiel die Definition eines sparsamen Autos für deutsche und amerikanische Schüler, die sich deutlich unterschied.
Nach so vielen Eindrücken in Bayern konnten die Amerikaner diese dann gleich mit der Hauptstadt vergleichen. Nach einem teils tränenreichen Abschied ging es für sie noch weiter nach Berlin, bevor sie wieder zurückflogen.

Verfasser: Claudia Leutschafft,

Laufen als ein Akt der Nächstenliebe

Spendenlauf am Robert-Koch-Gymnasium erbringt Höchstleistungen für den guten Zweck

Es gibt viele Dinge auf dieser Welt, die uns als Menschen antreiben, die uns anspornen zu körperlicher und geistiger Anstrengung und uns dazu motivieren, Außerordentliches zu vollbringen – sei es die Aussicht auf Karriere und Wohlstand oder auch nur der simple Drang nach Selbstbestätigung. Wen überfiele da wohl kein wonniges Lächeln, könnte er (oder sie) doch "sein Haus, sein Auto, seine Yacht" beim nächsten Klassentreffen den Mitkämpfern von einst unter die Nase reiben. Und dennoch müsste er (oder sie) neidisch bleiben bei dem Anblick all jener, die es geschafft haben, eine Familie zu gründen, einen Freundeskreis zu pflegen und Teil einer größeren Gemeinschaft zu sein, die ihnen zwar nicht weniger Einsatz und Anstrengung abverlangt als dem verdientesten Yachteigentümer – dafür aber auch eine Menge zurückgibt. In eben jenem Geiste hatten sich am Freitagvormittag die Schülerinnen und Schüler des Robert-Koch-Gymnasiums im Deggendorfer Donau-Wald-Stadion eingefunden, um ihr Bestes zu geben, ja buchstäblich zu Höchstform aufzulaufen. Angeregt und unterstützt von ihren jungen Referendarinnen und Referendaren, waren sie angetreten um dem für das so genannte TICA-Projekt in Bolivien organisierten Spendenlauf zum Erfolg zu verhelfen. Sie hatten in den Tagen zuvor bei ihren Eltern und Verwandten, Bekannten und Gönnern ausgiebig antechambriert, um einen fixen Betrag für jede gelaufene Runde herauszuschlagen, so dass die zu erlaufende Summe mit jeder zusätzlichen Stadionrunde anwachsen würde.

Doch was hat Bolivien, was haben die Menschen dort mit den „Kochlern“ zu tun? Das südamerikanische Land gehört zu den ärmsten der Welt. 80% der Bevölkerung leben unter der von der UN vorgegebenen Armutsgrenze. Die Armut ist drückend und Hilfe überall notwendig. Das Kinderprojekt TICA wirkt der Verelendung der Kinder in der Hauptstadt Sucre entgegen. Der Name des Projekts steht für TInkuy-CAdena: Tinkuy ist ein Wort der indianischen Quechua-Sprache und bedeutet "Haus der Geborgenheit", Cadena ist Spanisch und heißt "Kette". TICA ist also die "Kette der Häuser der Geborgenheit". In diesen Häusern finden Kinder die Liebe und Zuwendung, die ihnen ihre Familie aufgrund des täglichen Überlebenskampfes nicht mehr geben kann. Alle Kinder Sucres, die auf der Straße leben oder kurz davor stehen, ihre Familie zu verlassen, werden in diesen Häusern einen Ort der Zuflucht finden – eine Zuflucht, die alle unsere Deggendorfer Schülerinnen und Schüler genießen, und welche sie auch ihren Altersgenossen zuteilwerden lassen wollen.

TICA betreibt insgesamt sechs Tagesstätten, wo in zwei Schichten von jeweils zwei Erziehern in jedem Haus zusammen etwa 800 Kinder betreut werden. Jedes dieser Häuser verfügt über eine eigene Küche mit Köchin und jeweils einen Nachtwächter. Die bedürftigen Kinder können diese Leistungen unentgeltlich in Anspruch nehmen und, soweit möglich, weiterhin bei ihren Eltern oder bei Verwandten wohnen. Das Projekt konzentriert sich auf vier einfache Maßnahmen: Sicherstellung des Schulbesuchs, der Ernährung, einer umfassenden Betreuung sowie einer medizinischen Grundversorgung. Die Ärztin von TICA führt auch die Sexualaufklärung der Kinder durch, damit frühe Schwangerschaften der Mädchen verhindert werden.

Und weil es hier um das Wohl wirklich junger Kinder geht, machten natürlich auch die Unterstufenschüler schon mit Begeisterung ihren Spendenlauf zum Erfolg, und mit Philipp Schwarzkopf (Klasse 6c), welcher insgesamt 38 Runden in nur 60 Minuten absolvierte, stellten sie sogar den Spitzenreiter der gesamten Veranstaltung. Aus der Mittelstufe schaffte Anna-Lena Machl (Klasse 8a) ganze 36 Runden. Aber nicht nur ihre Sponsoren, sondern auch diejenigen aller anderen Läuferinnen und Läufer werden in den kommenden Tagen ihr Wort einlösen und somit zum Gelingen des Events beitragen. Die Schulfamilie des „RoKo“ wird es ihnen ebenso danken wie die Kinder von Sucre.

Vortrag über Bolivien in der Aula
Jeder Punkt steht für eine gelaufene Runde!
Verfasser: Ernst Schütz,

Gscheidis on tour

Naturwissenschaftlicher Ausflug ins Xperium

Im Rahmen der Begabtenförderung durften 19 Schülerinnen und Schüler am Dienstag ins Bayerwald Xperium nach St. Englmar fahren. In jedem Raum wird ein anderes Natur-Phänomen gezeigt. Als Mitmachmuseum konzipiert, war ausprobieren und spielen natürlich Pflicht. So gab es auch für die älteren Schüler noch etliche Aha-Momente, wenn man z.B. in Seifenblasen fassen kann oder einen Mitschüler mit Hilfe eines Flaschenzugs ganz leicht hochheben kann.
Eine besondere Herausforderung stellte der „Riechstrauß“ da, bei dem isolierte Gerüche erkannt werden sollten.
Nach so vielen Experimenten mussten dann Schwerkraft und Erdanziehungskraft noch getestet werden. Dazu ging es zur Sommerrodelbahn und Achterbahn, wo versucht wurde, eine möglichst hohe Geschwindigkeit zu erreichen.

Verfasser: Claudia Leutschafft,

Wo zusammenkommt, was zusammengehört

Schulfamilie des Robert-Koch-Gymnasiums feiert ihr Schulfest

Wäre nicht gerade Hochsommer, sondern Silvesterabend, müsste es vermutlich „the same procedure as every year“ heißen, wenn sich die Schulen landauf landab, wie jedes Jahr, auf ihre traditionellen Schul- und Sommerfeste vorbereiten. Zwar ist Miss Sophie auch in Deggendorf keine gänzlich Unbekannte, doch am Robert-Koch-Gymnasium wird sie in der Praxis meist nur mäßig rezipiert: So hatte man sich heuer erstmals dazu entschieden, gleich unter der Woche zu feiern und neben den bewährten Formaten auf ein paar Neuerungen zu setzen, wie etwa einen DJ und eine Disco in Eigenbetrieb, wo die in Wurst- und Flüssigform zu sich genommenen Kalorien auch gleich wieder hinweggetanzt werden konnten. Im Zentrum stand aber auch in diesem Jahr wieder ganz einfach die Begegnung der Mitglieder der noch aktiven ebenso wie der „alten“ Schulfamilie. „Is des der Deine?“ – „Studierst Du immer noch in Passau?“ oder „Mensch, des wenn ich damals g’wusst hätt‘!“, das sind die Sätze, die das Schul- und Sommerfest letztlich zu dem Termin machen, den hier alle so schätzen. Und dass dies auch an einem Donnerstag funktioniert, davon zeugte der wiederum reichliche Zulauf auch und insbesondere von Ehemaligen und Junggebliebenen der letzten oder auch weiter zurückliegenden Jahrgänge. Und solange das so bleibt, soll man doch ruhig auch ein wenig an Miss Sophie denken dürfen …

Verfasser: Ernst Schütz,