ROKO. Mehr als Schule
50 Jahre ROKO - Festwoche Mo, 29.6. - Fr 3.7.2020

Robert-Koch-Gymnasium Deggendorf, Konrad-Adenauer-Str. 6, 94469 Deggendorf, Tel.: 0991 - 991397 - 0, email: Sekretariat@rokodeg.de

Umweltschule in Europa – Bayerischer Umweltminister zeichnet Roko aus

Regensburg/Deggendorf, 25.11.2019 – In der zweiten von drei Auszeichnungsveranstaltungen überreichte der Bayerische Umweltminister Thorsten Glauber den erfolgreichen Schulen Robert-Koch-Gymnasium, Aloys-Fischer- Schule und Staatliche Realschule Plattling die begehrte Auszeichnung „Umweltschule in Europa / Internationale Nachhaltigkeitsschule für das Schuljahr 2018/2019“. Der bayerische Umweltminister betonte, dass junge Menschen gebraucht werden, um unsere Umwelt zu schützen und den Klimawandel erfolgreich zu bewältigen.
Das Robert-Koch-Gymnasium hat in dem Zusammenhang gleich doppelt Grund zur Freude: Einerseits über diese besondere Art der Ehrung des Engagements der gesamten Schulfamilie und andererseits über die weiten Kreise, die das Anliegen „Klimaschutz und Nachhaltigkeit“ mittlerweile zieht, ein Anliegen, das am Roko schon seit Jahren unter dem Motto „Nachhaltig handeln – Solidarität zeigen“ fester Bestandteil des Schulprofils ist. Dem Robert-Koch-Gymnasium wird die Auszeichnung „Umweltschule in Europa 2019“ für die „fair future“ Projekte zu den Themen Mikroplastik, artgerechte Tierhaltung, Umgang mit Rassismus im Alltag und die Zusammenarbeit mit dem Donau-Isar-Klinikum im Besuchsprojekt für alte Menschen „Z´amm kemma“ verliehen. Die kritische Jury um Birgit Feldman interessierte dabei auch die Öffentlichkeitswirkung der Projektergebnisse; ein Aspekt, bei dem das Roko mit der abendfüllenden „fair future Gala“, unterstützt durch die akrobatischen Auftritte der Showturngruppe, besonders gut abschnitt. Die Turner von StDin Angela Fürstenau studierten für die vierte „fair future“ Gala wieder eine beeindruckende Choreographie ein, die das dringende Anliegen des Abends: „Weltverbesserung“ dramatisch atmosphärisch unterstrich.
Der Umweltminister brachte es bei der Ehrung der Umweltschulen auf den Punkt: Nur wenn alle zusammenarbeiten, können die Herausforderungen des Klimawandels gemeistert werden. Die Schüler seien ein Vorbild, deren Engagement Mut macht.

Die Preisträger aus dem Landkreis Deggendorf.
Verfasser: Sonja Würf,

“The American way of life“


Am 15. Oktober machten sich 15 Schüler und Schülerinnen mit den beiden Lehrkräften OStRin Claudia Leutschafft und StDin Petra Keller auf den Weg über den „großen Teich“. Um 7.00 am ging es in der Busbucht los. In Cedar Rapids, Iowa wurde man dann bereits sehnlichst von den Familien erwartet. Nach einem ersten gemeinsamen Abendessen in den Familien und eine durch den Jetlag für die wenigsten erholsame Nacht, traf man sich die ganze Gruppe am Mittwoch zu einem gemeinsamen Frühstück in der neuen Austauschschule des RoKos, der Clear Creek Amana High School.
Auf Grund von Elternsprechtagen und Konferenzen blieb es in der ersten Woche auch bei einem Schultag. Die dazugewonnenen freien Tage wurden mit einer Tour durch das Kinderkrankenhaus von Iowa City und einigen Freizeitaktivitäten mit allen Austauschschülern gestaltet. Natürlich kam das gegenseitige Ausfragen über die Kulturen und das Leben in den verschiedenen Ländern nicht zu kurz. Die zweite Woche war vor allem durch Ausflüge in die Hauptstadt Iowas, Des Moines, zu den Amana Colonies und ins African American Museum geprägt. In Des Monies war kulturtechnisch natürlich das Regierungsgebäude mit Senat und Repräsentantenhaus interessant. Aber auch für die Shopping-Begeisterten war die größte Mall Iowas ein Highlight. In den Amana Colonies konnte man sich das Leben deutscher Aussiedler früher anschauen. Allerdings siedelten die meisten vor 200 Jahren aus, so dass schon ein Unterschied zum modernen Deutschland erkennbar war. Durchaus auch sehenswert war das African American Museum, da es das Leben der schwarzen Bevölkerung von der Sklaverei bis jetzt zeigte. Ansonsten lernten wir das Leben in der Schule kennen.
Am Dienstag floss dann die eine oder andere Träne, als es um 9.30 Uhr auf Wiedersehen hieß. Nach einer sehr anstrengenden 4,5h Fahrt nach Chicago, bezogen wir erst unser Hotel. Doch nachdem wir den ersten Blick auf die Skyline warfen und am Navy Peer spazieren gingen, war die Busfahrt schon wieder vergessen. Als dann jeder die typische Chicago Pizza probiert hatte, legte sich jeder zufrieden schlafen. Am Tag darauf wurde der Plan, den Willis Tower zu erklimmen, durch miserables Wetter zunichte gemacht. Aber nach einer Erkundungstour in einem Partybus durch die Stadt, anschließenden Unterrichtsstunden in Mundharmonika spielen durch einen echten Blues-Musiker und einem Shopping-Nachmittag auf der Mag Mile war wieder jeder glücklich gestimmt. Am Abend ging es dann noch in ein Restaurant der besonderen Art. Nach der „sehr netten Begrüßung“ der Bedienung: „Shut up“ (dt. die sehr unhöfliche Form von: Könnten Sie bitte leise sein), wusste jeder von uns Schülern, dass wir von unseren Lehrkräften in ein Restaurant mit Show geschleift worden waren. Nach erster Skepsis, da die Bedienung doch eher unhöflich und sehr bestimmend war, hatte jeder seinen Spaß, als die Lehrerinnen genauso beschimpft wurden.
Tags drauf machte uns dann eine Schneefront wieder einen Strich durch die Rechnung das ehemals höchste Gebäude der Welt zu erkunden. Doch wir wurden mit einer geführten Tour durch die verschneite Stadt entschädigt. Am Abend sahen wir dann Chicago vorerst zum letzten Mal aus luftiger Höhe, um uns über den großen Teich zurück nach Bayern zu machen.

Philipp Schüßler, 10c

Vor dem Capitol in Des Moines
Ausprobieren bei der Ausstellung "Black Hair" im African American Museum
Halloween ist nicht mehr weit
Chicago am Abend- Hochhäuser spiegeln sich in der "Bean"
Unterwegs mit einem typischen Schulbus
Verfasser: Philipp Schüßler,

Vom wahren Wert des Miteinanders

Schülerinnen und Schüler des „RoKo“ zeigen an ihrem Wertetag, worauf es ankommt

Kluge Menschen soll es hervorbringen, das bayerische Gymnasium, das weiß doch jeder. Dass die bayerische Verfassung von seinem Bildungsflaggschiff allerdings ein wenig mehr verlangt als nur kluge Menschen, nämlich die Bildung von Herz und Charakter (Art. 131 Abs. 1), das ist schon weitaus weniger bekannt – und dabei doch um so wichtiger. Wer’s gern akademisch hält, der möge sich diesbezüglich beim Klassiker der pädagogischen Literatur, Jean-Jacques Rousseaus Bildungsroman „Emile“ rückversichern, wo es heißt: „Wer die Dinge gut genug kennt, dass er allen ihren wahren Wert geben kann, redet niemals zu viel“. Es geht aber auch deutlich einfacher: Man besuche halt das Robert-Koch-Gymnasium an seinem traditionellen Wertetag und staune, was hier – ganz pragmatisch und doch durchdacht – an Werten besprochen, reflektiert und vor allem vorgelebt wird.

Während der organisatorische Rahmen der Veranstaltung in bewährter Manier seit vielen Jahren die 5. Jahrgangsstufe mit Themen aus dem Bereich der „Verantwortung für sich selbst“ konfrontiert, stammen diese in den 6. Klassen aus dem Bereich der „Verantwortung für meine Mitschüler“, in den 7. Klassen der „Verantwortung für meine Schule“, in den 8. Klassen der „Verantwortung für meine Umwelt“, in den 9. Klassen der „Verantwortung für meine Kultur“ und in den 10. Klassen der „Verantwortung für andere Kulturen“. Bei so viel Verantwortlichkeit gestalten sich die Einzelprojekte des Tages jedes Jahr aufs Neue äußerst vielfältig und ideenreich – und so natürlich auch heuer:

Für die „Frischlinge“, die hier ihren ersten Wertetag mitgestalten durften, war es eine Heidenfreude, gesunde Ernährung nicht nur theoretisch zu genießen, sondern – bewaffnet mit Schürze, Charme und Schälwerkzeug – selbst an vorderster Front für eine solche zu sorgen, um sie anschließend miteinander zu teilen. Den sozialen Umgang innerhalb ihrer Klassen, welche die Zusammensetzung unserer Gesamtgesellschaft in der Regel bestens widerspiegeln, nahmen die Sechstklässler vor allem in Abgleich mit dem Angebot der sozialen Medien unter die Lupe, um so ein verstärktes Bewusstsein füreinander zu schaffen. Besonders einfalls- und tatenreich erwiesen sich die Siebtklässler als ältester Jahrgang der Unterstufe, indem sie ihr Schulleben nicht nur mittels eines inszenierten Rollentauschs und schauspielerischen Einfühlungsvermögens, sondern auch durch die professionelle Analyse einer in den Tagen zuvor selbständig durchgeführten Lautstärkemessung unter die Lupe nahmen und sogar im Rahmen einer kurzfristig angesetzten Umweltaktion zu fleißigen Müllsammlern außerhalb ihres Schulgebäudes wurden.

Die Schülerinnen und Schüler der Mittel- und Oberstufe befassten sich vor allem mit den Themen Nachhaltigkeit und Müllentsorgung, gepaart mit eigenen Online-Recherchen und einem Besuch der Deponie in Außernzell. Von Teambuilding über das Erkennen von Fake News im Netz bis hin zu einem Planspiel „Fluchtursachen“ entfalteten besonders die Neunt- und Zehntklässler eine jeweils sehr aufwendige und durchwegs bewundernswerte Palette an Programmpunkten, für welche man andernorts lange Teilnehmerlisten aushängen und satte Seminargebühren verlangen müsste. Exemplarisch herausgegriffen sei an dieser Stelle der Besuch der Klasse 9a mit ihrer Klassenleiterin StRin Sandra Obermeier im Deggendorfer BRK-Seniorenheim. Die Schülerinnen und Schüler begaben sich hierbei auf vier Stationen (darunter eine Demenzstation), um mit den Bewohnern etwas gemeinsame Zeit zu verbringen, sei es um vorzulesen, zu erzählen oder einfach zuzuhören – wobei vor allem letzteres oftmals tief beeindruckte, zumal sich daraus auch zahlreiche rührende Szenen ergaben, die beim Abschied mitunter zu Tränen führten.

So wurde auch heuer der Wertetag wieder seinem Namen und seinem Verfassungsauftrag gerecht. Werte halten uns als Gesellschaft zusammen, definieren uns und leiten uns, damit wir und unsere Kinder erkennen können, was wichtig ist. Denn wer von allem nur den Preis und von nichts den Wert kennt, der hat nichts verstanden.
Verfasser: Ernst Schütz,

Das Glück ins Gesicht geschrieben

12. Jahrgangsstufe der „Kochler“ gibt ihre Seminararbeiten ab

Gerhard Polt war zwar kein Mathematiker, sondern eigentlich (man mag es kaum glauben) gelernter Skandinavist, aber seine bekannte Gleichung „Brot + Zeit = Brotzeit“ wirkt dennoch befruchtend bis heute. Offensichtlich ist sie auch den angehenden Abiturientinnen und Abiturienten des Robert-Koch-Gymnasiums nicht ganz unbekannt, ist ihr Erinnerungsfoto nach Abgabe der Seminararbeit doch nichts anderes als die bildliche Umsetzung der Analogformel „Froh + Sinn = Frohsinn“. Und dass die Seminararbeit ein sinnvolles Unterfangen darstellt, steht für den eingefleischten Kochler natürlich außer Frage: Nicht nur bereitet sie durch das Erlernen wissenschaftlicher Arbeitsweisen auf die Hochschule eigener Wahl vor, sondern vermittelt akademische Tugenden wie Zielstrebigkeit, Strukturierung und Ausdauer – und wo es manchmal nicht ganz so glatt läuft, greift dann eben die angewandte Kompetenzkompensationskompetenz. Grund zur Freude bleibt die Abgabe der Arbeit indes allemal! Wir gratulieren ebenfalls recht herzlich.

Verfasser: Ernst Schütz,

 

Robert-Koch-Kollegium besucht Partnerschule in Strakonice

  1. Partnerschultreffen der Lehrerkollegien des Robert-Koch-Gymnasiums in Deggendorf und des Gymnasiums Strakonice

Strakonice 2019 Strakonice 2019 Strakonice 2019 Strakonice 2019
Strakonice 2019 Strakonice 2019 Strakonice 2019 Strakonice 2019
Strakonice 2019 Strakonice 2019 Strakonice 2019

„Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.“

Wie wahr doch die Worte Wilhelm von Humboldts, des großen Bildungsreformers, sind, zeigte sich wieder einmal am 12. Oktober beim diesjährigen Partnerschaftstreffen des Deggendorfer Lehrerkollegiums des Robert-Koch-Gymnasiums mit den tschechischen Kolleginnen und Kollegen aus Strakonice. Die seit 1991 gewachsene Schulpartnerschaft wäre ganz im Sinne des großen preußischen Gelehrten Humboldt gewesen, zeigte sich doch hier wieder einmal, wie persönlich bereichernd herzliche Verbundenheit und kultureller Austausch über Grenzen hinweg sein können. Heinz-Peter Meidinger, Direktor des Robert-Koch-Gymnasiums, sowie fast zwei Dutzend Lehrerinnen und Lehrer des Robert-Koch-Gymnasiums wurden von Schulleiter Miroslav Hlava, und der seiner Stellvertreterin PhDr. Milena Pavlíková sowie dem Kollegium des Gymnasiums Strakonice unter den beeindruckenden Klängen der schulischen Dudelsackpfeifergruppe auf das Herzlichste willkommen geheißen und in der Schulmensa mit zahlreichen Köstlichkeiten der tschechischen Küche versorgt. Im Mittelpunkt des Vormittagsprogramms stand mit der Besichtigung des Schulgebäudes vor allem die Vorstellung der baulichen Neuerungen und Ausstattung des Gymnasiums, welche dem bayerischen Kollegium einen Eindruck vom Unterrichtsalltag und den pädagogischen Möglichkeiten der Partnerschule vermittelte. Ein besonderes Highlight des Partnerschaftstreffens, bei dem ein wesentlicher Programmpunkt stets auch der Besuch der kunst- und kulturgeschichtlichen Besonderheiten der Partnerländer ist, stellte in diesem Jahr die Besichtigung der Burg Švihov dar. Die im 14. Jahrhundert erbaute mittelalterliche Anlage am Rande des Pilsner Beckens in der Nähe von Klatovy (Klattau) beeindruckte bei strahlendem Herbstwetter deutsche wie tschechische Kollegen. Und dies nicht nur mit den Exponaten der Lebensweise im 16. Jahrhundert, sondern vielmehr aufgrund der „märchenhaften“ Kulisse, die die Burganlage in den 70er Jahren bot. Märchenliebhaber auf beiden Seiten der bayerisch-tschechischen Grenze gerieten ins Schwärmen, als die Rede auf „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ – dem überregional bekannten und beliebten tschechischen Märchenfilm – kam. In den Wirtschaftsgebäuden der Vorburg, die heute eine kleine Dauerausstellung mit Filmutensilien und originalen Kostümen beherbergt, konnte man somit Märchen- und auch Filmluft schnuppern, was auch Wilhelm Humboldt angesichts dieser kulturellen Gemeinsamkeit sicher gefallen hätte! Seinen Ausklang fand das grenzüberschreitende Treffen bei einem geselligen Abendessen im Gasthaus der Brauerei Bezděkov, bei dem es sich sowohl Schulleiter Heinz-Peter Meidinger als auch Direktor Miroslav Hlava nicht nehmen ließen, ihre Amtsvorgänger – insbesondere den anwesenden OStD a.D. Albert Zieglmeyer – als Initiatoren der Partnerschaft zu würdigen sowie den Organisatorinnen des Treffens Lenka Sampalíková und OStRin Ingrid Naber zu danken.
Besonderer Dank gebührt an dieser Stelle aber auch der Euregio Bayerischer Wald – Böhmerwald – Unterer Inn e.V., welche durch finanzielle Unterstützung das gemeinsame Treffen der beiden Partnerschulen mitgetragen hat.