RoKo.Mehr als Schule
Robert-Koch-Gymnasium Deggendorf, Konrad-Adenauer-Str. 6, 94469 Deggendorf, Tel.: 0991 - 991397 - 0, email: Sekretariat@rokodeg.de

Roko war dabei – OPENION-Bundeskongress in Berlin

9 Schülerinnen und Schüler und zwei Lehrerinnen des Robert-Koch-Gymnasiums waren zusammen mit Cem Yasinoglu als Kooperationspartner zum OPENION-Bundeskongress „Bildung für eine gerechte Demokratie“ vom 26. – 27. 09.2019 in Berlin eingeladen. Im „Kosmos“, so der Name des Veranstaltungsorts, war zu DDR Zeiten ein großer Kinopalast untergebracht – die ca. 400 Teilnehmer blickten 2019 in drei Arbeitsphasen und 18 Workshops in den „Kosmos der Demokratie“ und dabei ging es um handfeste Themen: „Wir retten den Planeten auch für die Arschlöcher, damit muss man klarkommen!“, das war eine recht plakative Aussage zum Kongress. Und so ist es nun einmal: verschiedene gesellschaftliche Gruppen haben entgegengesetzte Grundansichten zu Welt und Politik. Doch nur wenn wir einander zuhören und bis zu einem gewissen Punkt aufeinander zugehen, können wir Lösungen finden und wenigstens auf einen sich ähnelnden, wenn schon keinen gemeinsamen, Nenner kommen. Denn alle leben auf demselben Planeten! Veranstaltungen wie dem OPENION Kongress könnte man auch „Konverenztourismus!“ unterstellen, doch kamen während der beiden Kongresstage Jugendliche mit PolitikerInnen, JournalistInnen und ExpertInnen über grunddemokratische Themen wirklich ins Gespräch. Diskutiert wurde zum Beispiel über die Rechtsradikalisierung des ländlichen Raums, Migration aus der Sicht von Jugendlichen, Queere Vielfalt als Demokratiebestandteil und Meinungsbildung in Zeiten der Digitalisierung. Man hatte das Gefühl, das wirklich etwas gemacht wird. Zu diesem Gefühl trugen auch die etlichen Berichte der Jugendlichen aus ganz Deutschland bei, die von ihrem freiwilligen Engagement und Projekten erzählten. Dabei faszinierte auch die unglaubliche Vielfalt der Projektthemen, alles war vertreten, von sozialer, über feministischer und kinderrechtlicher, bis hin zu ökologischer Natur. zwischen Youtube oder Tagesschau, um Migration und Prävention, es wurde informiert und diskutiert und dazwischen hatte man bei Getränken und reichhaltigem Buffet genug Zeit um sich zwanglos auszutauschen. Die neun Schülerinnen und Schüler waren bereits einen Tag vor Kongressstart angereist um mit ihren Betreuern von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung das Veranstaltungsformat und den Tagungscharakter kennenzulernen. Das Konzept ging voll auf: die Schülerdelegationen der einzelnen Bundesländer kamen schnell in´s Gespräch und tauschten sich zu den Unterschieden und Möglichkeiten der Partizipation an ihren jeweiligen Schulen intensiv aus. Ein Highlight für die Roko SchülerInnen war die von Stadtrat Cem Yasinoglu überraschend organisierte Führung durch den Bundestag, die der Bundestagsabgeordnete, Thomas Erndl, ermöglicht hatte. Die SchülerInnen konnten an einer Sitzung teilnehmen und sogar ein Foto mit Claudia Roth, der Vizepräsidentin des Bundestags aufnehmen. Eine gemeinsame Stadtführung machte das Angebot komplett. OStRin Sonja Würf und StDin Angela Fürstenau hatten in Kooperation mit dem „Netzwerk für kulturelle Vielfalt“ 2000.- Euro Fördergeld für die Gestaltung des fair future Projekts 2019 nach Deggendorf geholt. Das fair future Projektjahr 2019 hat wieder einmal die vielfältigen Möglichkeiten von demokratiefördernden Aktionen lebendig vor Augen geführt und war dafür ausdrücklich von der OPENION Projektleitung belobigt worden. In den fair future Projekten haben Kinder und Jugendliche, Lehrkräfte und Engagierte in Vereinen gezeigt, wie erfolgreiche Kooperation in der Demokratiebildung aussehen kann. Ein Baustein „Deggendorf fährt Taxi“ ist bei der Eröffnungsveranstaltung der Woche der Begegnung 2019 in Deggendorf zu sehen. Ein Stück über Vorurteile und Alltagsrassismus, witzig und überraschend gespielt von Schülerinnen und Schülern des Robert-Koch-Gymnasiums und dem Stadtrat, Vereinsvorsitzenden und „Teilzeit-Taxifahrer“, Cem Yasinoglu. In seinem Impulsvortrag in Berlin „Demokratie im Wandel – was ist zu tun?“ betonte Michel Abdollahi, dass man sich der Herausforderung der fortschreitender Digitalisierung, und dem weltweit erstarkten (Rechts)Populismus durch „Hinschauen“ und aktive Beteiligung stellen kann. Dr. Heike Kahl, die Geschäftsführerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung unterstreicht diesen Ansatz: „Demokratie hört genauso wenig an der Wahlurne auf wie Bildung am Schultor. Eine demokratische Gesellschaft basiert auf einer im Alltag gelebten Demokratie, die von Akzeptanz, Empathie und Fairness geprägt ist.“ Am Freitag ging der Kongress mit einem weiteren Höhepunkt viel zu schnell zu Ende: Patrick Stephan, ein Mitorganisator der „Fridays for Future“ Bewegung, appellierte an die Teilnehmer, nicht müde zu werden sich am demokratischen Prozess zu beteiligen, denn „no one is too small to make a difference“.
Mitglieder der USmC mit Caroline Mulert (Organisation OPENION Kongress - Berlin) und Cem Yasinoglu, Kooperationspartner beim Netzwerk für kulturelle Vielfalt e.V.
Die USmC mit der Bundestagsvizepräsidentin, Claudia Roth, und Cem Yasinoglu im Bundestag.
Verfasser: Lukas Kern, Q11, OStRin Angela Fürstenau, OStRin Sonja Würf,

Gratulation zum 65. Geburtstag!

OStD Heinz-Peter Meidinger feiert ein letztes Mal an „seinem“ RoKo

Zwei Geburtstage werden in diesem Schuljahr am Robert-Koch-Gymnasium gefeiert, die gerade einmal 15 Jahre auseinander liegen: 50 Jahre Schulfamilie und 65 Jahre Heinz-Peter Meidinger. Im gleichen Atemzuge ließen sich auch über 15 Jahre Schulleitung in der Hand des Jubilars feiern – kurzum: Das Wiegenfest gehört zum Jubeljahr, und der Jubilar zum „RoKo“, so wie eben das Salz zur Suppe. Auch wenn damit die letzte Schulrunde vor dem Ruhestand (der zweifellos keiner sein wird) offiziell eingeläutet ist, so wünscht die Schulfamilie ihrem „Chef“ dennoch aufrichtig Gottes reichen Segen und reichlich Schaffenskraft für die kommenden Monate, in denen – frei nach Konrad Adenauer – nochmals richtig „Gas gegeben“ wird. Schließlich ist auch das Alter ist ein herrlich Ding für den, der nicht verlernt hat, was „anfangen“ heißt. Alles Gute zum 65. Geburtstag!

Verfasser: Ernst Schütz,

Warum nicht nur der Liebe Gott die fröhlichen Geber liebt


Schülerinnen und Schüler des RoKo erlaufen fünfstellige Rekordspende für TICA

Obwohl sie ein jeder von uns kennt, die bekannte Redewendung, wonach Geben seliger denn nehmen sei, müssen wir uns wohl doch immer wieder selbst bei der Nase fassen bei dem Gedanken daran, dass uns der Sozialstaat viel Herzblut einfach abgenommen hat – und das Geben zumeist eher ein Fall für die alljährliche Steuererklärung bleibt als für die christliche Nächstenliebe. Umso schöner ist es daher, wenn uns wenigstens unsere Kinder (und damit die Vertreter der kommenden Generation) aus der misslichen Lage befreien, dass wir in dieser Hinsicht oft nur wenig vorzuweisen haben. So ist denn auch das Ergebnis des Spendenlaufs, der vor zwei Wochen am Robert-Koch-Gymnasium zugunsten des TICA-Projekts in Bolivien zur Unterstützung von Kindern in Armut durchgeführt wurde, gleich in doppelter Hinsicht wertvoll: Zum einen können die jungen „Kochler“ damit ihren Altersgenossen jenseits des Atlantiks ein deutliches Mehr an Schulbildung und Betreuung ermöglichen, zum anderen aber auch der Öffentlichkeit zeigen, dass sie nicht nur dem Mund nach für ihre Werte eintreten, sondern auch in der Tat – an welcher der Mensch schließlich auch bemessen wird.

Am letzten Schultag konnte somit das Organisationsteam der Sport-Referendare Jasmin Barthold, Florian Wenzel und Raphael van der Heyd der versammelten Schulgemeinschaft das Ergebnis des Spendenlaufs präsentieren, indem sie Frau Barbara Stark (ehemals Stark-Verlag), welche das TICA-Projekt vor 22 Jahren zusammen mit ihrem Ehemann Johannes Stark gegründet hatte, einen Scheck in Höhe von sage und schreibe 13.550,- EUR überreichten. Zu den Spitzenreitern zählten die Klassen 7e (1399,50 EUR), 5b (850,- EUR) und 10a (798,50 EUR), die durch ihre sportlichen Höchstleistungen und ihre Ausdauer für die gute Sache maßgeblich zum Gelingen des Projekts beitrugen –ohne dabei die Leistungen der anderen Klassen in den Schatten zu stellen, denn: Nur alle gemeinsam konnten dieses beeindruckende Ergebnis zustande bringen. Und sie dürfen stolz darauf sein!



 
 
Verfasser: Ernst Schütz,

Neue Lehrkräfte am Robert-Koch-Gymnasium

Bedeutender Nachwuchs an jungen Lehrkräften verstärkt das Kollegium

Mit zwölf Jüngern war Jesus Christus einst durch den Nahen Osten gezogen und revolutionierte damit die ganze Welt. Wenn heuer am Robert-Koch-Gymnasium gleich 20 Kolleginnen und Kollegen – allesamt jung, innovativ und hochmotiviert – ihre Arbeit aufnehmen, dann stehen die Zeichen also mehr als nur gut für das neue Schuljahr. Denn auch ihre pädagogische Mission als frischgebackener Teil der RoKo-Schulgemeinschaft ist wichtig und wird die Freude am gemeinsamen Lernen und Wachsen weitertragen helfen. Von links nach rechts sind abgebildet: LAssin Laura Wilhelm (Englisch/Kath. Religionslehre), StRefin Verena Pentner (Englisch/Biologie), StRef Martin Herrndobler (Mathematik/Wirtschaft), StRefin Julia Küffner (Mathematik/Chemie), StRef Florian Schreiner (Mathematik/Wirtschaft), StRefin Verena Hutterer (Französisch/Spanisch), StR Stephan Haimerl (Deutsch/Geschichte/Sozialkunde), StRin Simone Stangl (Mathematik/Wirtschaft), StRin Simona Altenstrasser (Englisch/Geschichte/Sozialkunde), StRin Daniela Grill (Deutsch/Englisch), StRin Christine Altmann (Englisch/Französisch), StRin Katharina Hornung (Latein/Geschichte/Sozialkunde), Dipl.-Sportlehrer Stephan Seeck (Sport), StRefin Madeleine Fouquet (Schulpsychologie/Englisch/Französisch), StRefin Isabella Drechsler (Deutsch/Geschichte/Sozialkunde), LAss Thomas Votrubec (Wirtschaft/Geographie) und StR Tobias Fischl (Sport/kath. Religionslehre). Nicht abgebildet sind die Kolleg/innen StR Christian Kellner (Kunst), StRin Susanne Loring (Deutsch/Geschichte) und StRin Sandra Obermeier (Französisch/Spanisch).

Verfasser: Ernst Schütz,

Eine Zeitreise durch Bayern

Amerikanische Schüler zu Gast am Robert-Koch-Gymnasium

Eine kleine Gruppe aus South Bend, Indiana kam nach Deggendorf, um gemeinsam mit ihren Lehrkräften Connie Langheinrich, Ben und MaryKay Davidson Bayern und die bayerische Lebensart kennenzulernen. Tatkräftig wurden sie dabei von ihren deutschen Partnern und den Lehrkräften Petra Keller und Claudia Leutschafft unterstützt.
Obwohl die Gäste gleich bei ihrer Ankunft mit frischen Brezen und Lebkuchenherzen begrüßt wurden, stellten sie schnell fest, dass Bayern aus sehr vielen Facetten besteht. Ein umfangreiches Programm, das auch als Schnelldurchgang durch die bayerische Geschichte verstanden werden konnte, sorgte für viele Eindrücke.
In Regensburg trafen Antike und Mittelalter aufeinander, nach einer Stadtralley durch die Altstadt wurde auf der römischen Galeere kräftig gerudert und geschwitzt. Barock wurde es in der Klosterbibliothek von Metten, König Ludwigs Schloss in Herrenchiemsee verzückte die Gäste. Das Reichstagsparteigelände in Nürnberg gab Einblicke in die Zeit des 3. Reichs, in Bayerisch Eisenstein konnten sie direkt erleben, was es bedeutet, wenn Grenzen offen sind. Daneben standen aber auch noch Ausflüge nach München und Rothenburg an.
Neben diesem intensiven Besuchsprogramm wurde aber auch das diesjährige Rahmenthema „Energie“ nie außer auch gelassen. Auf dem TUM Campus Straubing gab es zuerst eine Führung durch die Dauerausstellung rund um Energieverbrauch und Nachwachsende Rohstoffe, bevor dann intensiv und ehrlich Deutschland und USA in Bezug auf „Energie – Verbrauch, Erzeugung, Preise“ verglichen wurden. Interessant war zum Beispiel die Definition eines sparsamen Autos für deutsche und amerikanische Schüler, die sich deutlich unterschied.
Nach so vielen Eindrücken in Bayern konnten die Amerikaner diese dann gleich mit der Hauptstadt vergleichen. Nach einem teils tränenreichen Abschied ging es für sie noch weiter nach Berlin, bevor sie wieder zurückflogen.

Verfasser: Claudia Leutschafft,