ROKO. Mehr als Schule
50 Jahre ROKO

Robert-Koch-Gymnasium Deggendorf, Konrad-Adenauer-Str. 6, 94469 Deggendorf, Tel.: 0991 - 991397 - 0, E-mail: Sekretariat@rokodeg.de

Wichtige Informationen und Dokumente zum Übertritt an das Robert-Koch-Gymnasium finden Sie im Menü unter "Schulanmeldung".
Als Ersatz für den ausgefallenen "Tag der offenen Tür" 2020: Eine kurze Vorstellung des RoKo als Film bzw. als pdf .

Rokodil und Halloween - ein bisschen Spaß muss sein

und so wurde eine Idee der Schulsprecher und der SMV in die Tat umgesetzt. Die Schülerinnen und Schüler waren eingeladen maskiert zu kommen und bekamen auch ein paar abgepackte Süßigkeiten. Besonderen Spaß machte den 5. Klassen das ROKODIL. Ein kleiner Trost für die ausgefallene Halloweenparty.
Verfasser: Angela Fürstenau,

„Ein N**** darf nicht neben mir sitzen“,

am 27.10.2020 fand in Plattling das 2. Niederbayerische Courage Netzwerktreffen statt, eine Präsenzveranstaltung unter strengen Hygienemaßnahmen, das von Martin Birkner, dem Regionalkoordinator SOR- SMC und seinem Team organisiert worden war. Fünf Schülerinnen und Schüler des Roko waren mit ihrer Lehrerin dort. Es wurden von den Teilnehmern Schulprojekte vorgestellt, die schon abgeschlossen oder in Planung sind um in den gemeinsamen Austausch zu kommen.
Zugeschaltet waren zwei Referenten, die interessanten und kurzweiligen Input gaben.
Jan Novak von der mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus (LLS-bayern.de) referierte über Corona Demos und Verschwörungsmythen in Niederbayern und speziell Deggendorf, und erklärte den Zuhörern wissenswerte Zusammenhänge.
David Mayonga aka Roger Rekless berichtete schonungslos offen, sehr anschaulich, wie er als „Bayer“ von ersten Tag des Kindergartens an rassistisch angefeindet wurde und was dies für ihn als Kind bedeutete. Wieso haben wir Menschen solch eine Angst vor dem Anderssein? Warum diskriminieren wir und was können wir tun, um dem weniger Raum zu geben. Eindringlich schilderte er in kleinen Sequenzen seine Erfahrungen. „Ein N**** darf nicht neben mir sitzen.“ Ein sicher lesenswertes Buch.
Zwei Schüler des Roko lassen sich zu Courage Coaches ausbilden. Darüber freuen wir uns.

Verfasser: Angela Fürstenau,

„Talent im Land“

Begabtenförderung ist schon seit mehreren Jahren ein Schwerpunkt am Robert-Koch-Gymnasium. So sind wir als Schulfamilie besonders stolz, dass es aktuell zwei Schüler gibt, die im Programm „Talent im Land“ als Stipendiat aufgenommen worden sind.
Bereits im Schuljahr 2019/20 konnte Stefan Kaufmann die Jury mit seinen Talenten und seiner Persönlichkeit überzeugen.
Seit diesem Schuljahr darf auch Naya Layous sich über die finanzielle Unterstützung sowie ein umfassendes Förderkonzept in allen Bereichen freuen.
Jährlich werden bayernweit nur 30 neue Schülerinnen und Schüler ins Programm aufgenommen. Bei gut 430 Gymnasien in Bayern zeigt die Tatsache, dass 2 Jahre hintereinander ein Schüler und eine Schülerin des Robert-Koch-Gymnasiums überzeugen konnten, dass Begabtenförderung bei uns nicht nur eine Worthülse ist, sondern aktiv unterstützt wird.

Stefan Kaufmann mit OStRin Claudia Leutschafft
Naya Layous
Verfasser: Claudia Leutschafft,

Schüler helfen Schülern - Ein Erfolgsmodell

Im Schuljahr 2008/ 2009 gründete StDin Michaela Brand das schulinterne Nachhilfeangebot von Schülern des RoKo für Schüler des RoKo. Seitdem hat sich das System bewährt und etabliert – und mancher Schüler konnte auch dank aktiver Nachhilfelehrer sich über sein Zeugnis doch noch freuen.
Aktuell umfasst das Team 35 Nachhilfelehrer, über 10 davon sind alleine in diesem Schuljahr nach einer Schulung dazugekommen, und nach den Herbstferien kommen noch einmal Schüler dazu.
Somit konnte bis zu den Herbstferien bereits bei 13 Anfragen ein Nachhilfelehrer gefunden werden. Interessierte Schüler, die gerne Nachhilfe geben möchten, sowie Anfragen von Eltern, die einen Nachhilfelehrer für ihr Kind suchen, können sich über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bei Frau Leutschafft melden.

Verfasser: Claudia Leutschafft,

„Ich bin dann mal weg …“

Die hochkarätig besetzte Verabschiedung des Heinz-Peter Meidinger

Eigentlich hatte nur der Papst gefehlt, derart mit Prominenz gespickt war die Verabschiedungsfeier für den scheidenden Schulleiter unseres Robert-Koch-Gymnasiums am 22. Juli: Kultusminister Prof. Michael Piazolo, Wissenschaftsminister Bernd Sibler, der bayerische Philologenverbandsvorsitzende Michael Schwägerl, der künftige Chef des wirkmächtigen Münchner Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) Anselm Räde, der Präsident des Bayerischen Landkreistages Landrat Christian Bernreiter, das Vorstandsmitglied des Bayerischen Städtetages OB Dr. Christian Moser – sie alle gaben sich willig ein Stelldichein, sowohl aus enger persönlicher wie (verbands-)politischer Verbundenheit, aufgrund langjähriger fruchtbarer Kooperation sowie nicht zuletzt auch wegen des tiefen Respekts, die sie alle gemeinsam dem gefeierten „Oberlehrer“ (wie die Bremer „Zeit“ Meidinger als Präsidenten des Deutschen Lehrerverbands noch vor kurzem betitelte) entgegenbringen. Dass „das Koch“ dabei nicht nur billige Kulisse, sondern der eigentliche Kern der Veranstaltung war, welcher vor 17 Jahren eine untrennbare Symbiose mit dem Namen Heinz-Peter Meidinger eingegangen war, sprach jedoch noch viel mehr für den Gefeierten als alle ebenso souverän wie herzlich vorgetragenen Gratulationsreden der versammelten Laudatores zusammengenommen: Ein echter Schulleiter, ein Lehrer mit Leib und Seele wurde hier geehrt – das konnte niemandem entgehen.

Und dies natürlich auch deshalb nicht, weil die auswärtigen Gäste zwar (wie es sich gehört) das erste Wort erhalten hatten, auf das A aber immer das B folgt – in diesem Falle „B“ wie „Benevolentia“, also die kunstvoll ausgestaltete Verbalisierung aufrechten Wohlwollens durch die vereinte Schulfamilie, die nun ihren Kapitän ebenso wehmütig wie gefasst im Hafen des (schulischen) Ruhestandes zurücklassen muss. Da waren zum einen die Schülersprecher Hanna Käspeitzer, Carlos Santamaria und Marco Schmidt, die ihrem jugendlichen Dank mit einem selbst gestalteten Kunstwerk Ausdruck verschafften, da war auch die Elternbeiratsvorsitzende Christine Zich, die wortreich vor Augen führte, wie sie ihre vor einigen Jahren stattgefundenen ersten Gespräche mit dem „Chef“ von einer besorgten Mutter zum Mitglied dieses elterlichen Gremiums werden ließen, getreu dem Motto: Etwas bewegen kann nur der, der mitmacht. Wie harmonisch das Schulleben auch und insbesondere auf kollegialer Ebene während der letzter dreieinhalb Lustren sich gestaltet hatte, das zeigte sich schließlich vor allem an der nicht weniger gekonnten als liebevollen Inszenierung einer geradezu wallenden Harry-Potter-Show à la Goethe, garniert mit Hexenhut und Megavirus, rauchender Schwefelsäure und einem schlicht verzaubernden Personalrat. Dabei zeigte sich nicht zuletzt, wie hervorragend ein Kollegium auch trotz, oder vielmehr geradezu wegen der häufigen Abwesenheit des Schulleiters funktionieren konnte – freilich unter der unabdingbaren Voraussetzung eines durch ihn praktizierten Führungsstils, der nicht auf Überwachung, sondern vielmehr auf stetes Zuhören, auf Vertrauen und Zutrauen basierte, und vor allem eine weit über den andernorts mitunter erlebbaren Tellerrand hinausreichende kollegiale Wertschätzung für die motivierten Lehrerinnen und Lehrer „seiner“ Schule zum Ausdruck brachte.

Das letzte Wort gebührte ihm dann selbst, dem HPM, nach welchem das „RoKo“ an diesem Tag von seiner Schulfamilie kurzfristig und mit einem von Herzen kommenden Augenzwinkern umbenannt worden war. Mit der ihm von jeher eigenen Bescheidenheit erinnerte Meidinger zuerst an all die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ohne die eine Schule nicht Schule sein kann – und ein Schulleiter nicht Schulleiter. Sichtlich schwer fiel auch das Gedenken an jung verstorbene Mitarbeiter und Weggefährten, so dass die wichtigsten Stationen seines Lebenswerks als Schulleiter, als Vorsitzender des Deutschen Philologenverbandes sowie als Präsident des Deutschen Lehrerverbandes beinahe wie das Beiwerk eines Mannes anmuten wollten, der sich nicht scheute schmunzelnd einzugestehen, dass der „Herr Präsident“ zu Hause auch nur die Rolle eines „untergeordneten Familienmitgliedes“ innehabe und dadurch immer ungefragt mit reichlich Bodenhaftung versehen worden sei – einer Bodenhaftung, welche der Zuhörer nur bestätigen kann und die sich nicht nur als menschlich sympathisch, sondern auch in so viel anderer Hinsicht als segensreich erwiesen hat, sei es im Rahmen seines jahreslangen Kampfes für das nun wieder kommende G9, als Leiter einer Mittelstufe-Plus-Schule oder auch schlicht als ein den Idealen des Humanismus verpflichteter Vorgesetzter, der sich den „Chef“ niemals auf die Fahne geschrieben hat, sondern einfach einer war, und zwar mit allem was dazugehört. Und im Lehrerverband wird er das auch vorerst einmal bleiben. Papa ante portas? nein, so weit wollen wir es noch nicht kommen lassen!





 
 
 
 
 
Verfasser: Ernst Schütz,