ROKO. Mehr als Schule
50 Jahre ROKO

Robert-Koch-Gymnasium Deggendorf, Konrad-Adenauer-Str. 6, 94469 Deggendorf, Tel.: 0991 - 991397 - 0, email: Sekretariat@rokodeg.de
Ab Montag, 16.3.2020 findet vorläufig kein Unterricht mehr statt.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Tagespresse!

Die Erde: Ein „Wüsten“– Planet

Es können wohl nur die Wenigsten von sich behaupten, den Mut, die Möglichkeit, aber auch die Willensstärke zu besitzen, um die entlegensten Orte dieser Welt zu bereisen. Nur wenigen Menschen ist ein solches Abenteuer vergönnt. Einer, der es wagte, und seine tollkühnen Abenteuer mit dem Rest der Menschheit durch atemberaubende Aufnahmen teilt, ist Michael Martin.
Im Rahmen von Geokompass wurden uns am 18.02.2020 im Audimax der Universität Passau von jenem Abenteurer seine Eindrücke seiner vielzähligen Reisen präsentiert und dokumentiert. Michael Martin schilderte mit einer Bildflut und atmosphärischer Musik auf der überdimensionalen Leinwand des Audimax seine Reisen, die ihn viermal um den Globus führten. Dabei besuchte er die entlegensten Orten der Welt, insbesondere der Hitze- und Kältewüsten. Sei es nun die heiße, auf die Salzpfannen niederbrennende Mittagssonne in den Wüsten des Orients und Schwarzafrikas, oder das Gefühl der Isolation und der bitteren Kälte in den Eiswüsten und den stillen Glatteishöhlen Grönlands bzw. der Antarktis - keiner von uns hatte bisher solche bildgewaltigen Eindrücke von jenen Orten gewinnen können, zumal Martin es mit seiner dynamischen Kommentation ermöglichte, noch tiefer in die unglaublichen Szenerien einzutauchen.
Die Eiswüsten, auf die während des Vortrags besonders Wert gelegt wurde, erschienen uns beinahe als Landschaften von einem anderen Planeten, wie beispielsweise der eisige Fjord im Nordwesten Grönlands oder der Aurora Borealis in Island, die jeweils auf beeindruckende Art und Weise in Szene gesetzt wurden. Andere Aufnahmen zeigten weite, sandwüstenähnliche Eis - und Schneelandschaften, mit Temperaturen von mindestens - 40°C und kälter. Dabei staunten wir nicht schlecht, als wir sahen, dass sich an jenen unwirklichen Orten, wie der arktischen Tschukotka, tatsächlich auch Menschen aufhalten. In Zeiten der Globalisierung leben bzw. überleben sie dort mit ihren für uns befremdlich scheinenden Traditionen und ihrer kulturellen Lebensweise auch heute noch als Nomaden wie vor hunderten von Jahren.
Keineswegs weniger spektakulär war die anschließende Vorstellung seiner Reisen durch die Wüsten Afrikas, Asiens, des Orients und Südamerikas. Auch hier hielt M. Martin beispielsweise die Dünen der Sandwüste Saudi-Arabiens, der Rub al-Chali, wie auch die atemberaubenden Salzpfannen der Kalahari-Wüste in Namibia bildgewaltig fest. Den weit verbreiteten Motiven, wie der Geröllwüste Nevadas im Südwesten der Vereinigten Staaten, wurden durch Anekdoten und Erzählungen Martins neues Leben eingehaucht. Auf gleichem Wege erhielt man auch neue Einblicke in die Kulturfarben des Orients oder in das kleindörfliche Leben der Menschen in der von menschengemachten Thar-Wüste Indiens.
Der Bildband über die Wüsten der Erde von Michael Martin gehört wohl zu den beeindruckendsten seiner Art und ergänzte mehr als anschaulich die im Fach Geographie besprochenen Gegebenheiten.
von Daniel Marschner (9+c) und Franziska Brandl (9+c), StRin Bahle

Mit dabei waren die Klassen 8a, 9+b, 9+c, Frau Bahle und Herr Haider
Verfasser: Bahle,

Verstärkung für das Lehrerkollegium

Zum Halbjahr stellen sich die neuen Lehrerinnen und Lehrer vor

Nicht nur Notenstandsberichte und Zwischenzeugnisse bringt das Halbjahr, sondern – nebst Faschingsferien, versteht sich – stets auch eine Handvoll oder mehr neuer Lehrerinnen und Lehrer, die sich freuen, an unserer Schule ihr Einsatzjahr im Referendariat oder gar ihren regulären Dienst anzutreten. Dass sich unter ihnen immer wieder auch „Rückkehrer“ befinden, die unsere Anstalt einst als Referendare kennen- und schätzen gelernt haben, darf dabei als besonderes Kompliment verstanden werden und zeugt von gegenseitiger Anerkennung ebenso wie von einem attraktiven Schulklima, in dem sich gut arbeiten lässt. Abgebildet sind StRefin Julia Brandstetter (Englisch/Geschichte), StRefin Sarah Völk (Französisch/Spanisch), StRefin Christina Gutsmiedl (Mathematik/Wirtschaft und Recht), StRef Tobias Gierl (Mathematik/Physik), Schulleiter OStD Heinz-Peter Meidinger, LAssin Lena Fischl (Mathematik/Wirtschaft und Recht), StRef Thomas Bindig (Biologie/Chemie), LAssin Luisa Rothhammer (Englisch/Französisch) und stellv. Schulleiter StD Martin Huber.

 
Verfasser: Ernst Schütz,

RoKo in China

„Brücken bauen“
…war auch heuer wieder das Motto für den Schüleraustausch zwischen dem Robert-Koch-Gymnasium Deggendorf und der chinesischen Jiangyin Senior High School – und so machten sich 16 Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften Rosemarie Wagner, Ingrid Naber und Birgit Harant auf den langen Weg nach Fernost – zum insgesamt 11. Mal seit 2001!
Dort in Shanghai angekommen wurden die Kochler sehr herzlich von ihren chinesischen Partnern empfangen und auf der vielstündigen Fahrt in die Partnerstadt Jiangyin – eine, für chinesische Verhältnisse, „Kleinstadt“ mit ca. 1,3 Millionen Einwohnern, wunderschön am Yangtse gelegen – von ihren neuen Freunden interviewt.
Schnell merkten die deutschen Schülerinnen und Schüler, wie sehr sich die deutsche von der chinesischen Kultur unterscheidet! Die chinesischen Schülerinnen und Schülern müssen nicht nur von 7 Uhr morgens bis abends gegen 17 Uhr in der Schule anwesend sein, auch bestimmte Zeremonien, wie der allwöchentliche Fahnenapell oder der Sportunterricht im Schulverbund, sind sehr ungewöhnlich. Durch ein breitgefächertes Besuchsprogramm konnte man neben der „eigenen“ Partnerschule auch andere Schularten wie z.B. chinesische Grundschulen besichtigen und dort mit den Chinesen gemeinsame Theateraufführungen und einen „Drachentanz“ durchführen, sich in Kalligraphie üben und chinesische Instrumente wie z.B. eine „Pipa“ (eine Art Gitarre) ausprobieren – und natürlich durften dabei auch nicht Gespräche zwischen Deutschen und Chinesen fehlen!
Abgerundet wurde dieses „schulische“ Programm durch die Besichtigung der Stadt Jiangyin (mit z.B. ihrem faszinierenden Hafengebiet am Yangtse, ihren Museen und ihren riesigen Parks) und den Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung. Hierbei hatten die chinesischen Gastgeber ein dichtgedrängtes, aber sehr abwechslungsreiches Programm erstellt, sodass die Zeit in Jiangyin wie im Flug verflog.
Nun hieß es Abschied nehmen und nach einer mit bayerischen und chinesischen Kulturbeiträgen gespickten Farewell-Party ging es auf zur letzten Etappe – in die Metropole Shanghai. Sie beeindruckte nicht nur mit ihren geschätzt 20 Millionen Einwohnern und Tausenden von Touristen – auch ihre weltberühmte Skyline, die man wunderschön während einer abendlichen Schifffahrt und von der Aussichtsplattform des weltberühmten „Pearl Tower“ sehen konnte – war bewundernswert!
Und dann waren die 14 Tage in China auch schon vorbei: Mit zahlreichen Gastgeschenken, vielen gekauften Souvenirs und voller Eindrücke im Gepäck – und natürlich auch voller Vorfreude auf den Gegenbesuch in 2020 - ging es dann via Dubai wieder zurück nach Deggendorf!

...in Shanghai angekommen
Verfasser: Birgit Harant,

Bilder vom Unterstufenfasching

Was wäre das Schulleben ohne den Fasching? Auf jeden Fall nicht so bunt und farbenfroh!
Verfasser: Ernst Schütz,

In dulci jubilo

Weihnachtskonzert am RoKo vermittelt Freude am Fest des Herrn

Dass Weihnachten keine Jahreszeit, sondern ein Gefühl ist (und sogar noch viel mehr als das), das ist eine Weisheit, die in unseren Tagen leider weit weniger verbreitet ist als gemeinhin gut tun würde. Gut ist es deshalb umso mehr, wenn man Kinder hat, die eine Schule besuchen, an der sie mit Gefühlen durchaus etwas anzufangen wissen, wo Menschen sich begegnen anstatt aneinander vorbei zu leben und wo sogar schon die Siebtklässler wissen: „Weihnachten ist doch für uns da!“ Stellvertretend für ihre Jahrgangsstufe sowie für ihre ganze Schulfamilie führten Lana Hussein, Katharina Kroiss, Emma Rauh, Alexandra Renz und Moritz Bomhard (alle 7a) durch einen Abend, der den anwesenden Eltern, Familienangehörigen und Gästen aus dem öffentlichen Leben die Freude am Weihnachtsfest zu vermitteln wusste. Wer braucht schon Einkaufsstress, wer braucht schon altüberkommene Plattitüden über den künstlich generierten Weihnachtskonsum oder gar blanken Zynismus über unsere Rolle in der modernen Online-Gesellschaft – wenn man sich doch einfach in süßer Freude dem kleinen Sonnenschein zuwenden kann, der uns aus der Krippe ohne jeden Vorbehalt liebevoll anlächelt und uns so nimmt, wie wir halt nun mal sind?
Und damit auch wirklich jeder diese Botschaft nicht nur hört, sondern auch verstehen kann, wandten sich die vom Weihnachtsgeist gepackten Schulmusikanten in gleich mehreren Sprachen an ihr Publikum, sei es mit „Adiemus“ von Karl Jenkins, „The Polar Express“ von G. Ballard, mit dem französischen Volkslied „Il est né le divin enfant“ oder dem bairischen Stück „s’is Advent“ von L. Maierhofer. Das Hauptlied des Abends, das in mehreren Variationen dargebotene „In dulci jubilo“ (welches am Schluss nicht nur alle Musizierenden zusammen, sondern auch und sogar die Konzertbesucher mit anstimmten), wechselte zudem beständig zwischen Deutsch und Latein, was natürlich auch dem gymnasialen Charakter der „Kochler“ und ihrer Schule entgegenkam – einem Charakter, der ebenso wie bereits in den vergangenen Jahren für einen beeindruckenden Zulauf an Zuhörern sorgte: Die Aula mitsamt Erweiterungsräumen im Erdgeschoß und Brüstung im Obergeschoß platzte buchstäblich aus der allerletzten Naht.
Die knapp zweieinhalbstündige Einstimmung auf die heilige Zeit zeigte sich gewohnt abwechslungsreich auch hinsichtlich der daran beteiligten Gruppen; das Orchester spielte eine Sinfonie von G.B. Sammartini auf, der Unterstufenchor und die Junior Band gaben ihre schmissigen Weisen zum Besten, die Streicher- und die Bläserklasse riefen die bereits sprichwörtlich gewordenen „Kinderlein“ mit ihren Instrumenten zu einer weißen Weihnacht zusammen; der Lehrerchor, der Kammerchor und der Große Chor sangen von entsprungenen Rosen (nicht Rössern!), von sich noch immer ereignenden Wundern und dem Jubel der Engel. Das Kammerorchester, die Big Band und das Ensemble Q11/12 boten von Mozart bis Led Zeppelin ihren jeweiligen Beitrag zu einem „Stairway to Heaven“, den zu besteigen ein jeder von uns eingeladen ist.
Die Blumen zum Abschluss des rundum gelungenen Konzerts gab es schließlich für die verantwortlichen Musiklehrer Margit Kink, Isabella Wiedemann, Oliver Kellermeier, Mariusz Szyper und Andreas Stich, die sich nicht nur in wochenlanger Vorbereitungsarbeit für ihre Schülerinnen und Schüler eingesetzt hatten, sondern zusammen mit ihnen einmal mehr beweisen konnten, dass das Robert-Koch-Gymnasium weitaus mehr ist als nur eine notwendige Durchlaufstation zwischen Übertrittszeugnis und Studium. Denn wo Menschen einander begegnen, da ist nicht nur Friede, da ist auch Weihnachten.

Verfasser: Ernst Schütz,