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Robert-Koch-Gymnasium Deggendorf, Konrad-Adenauer-Str. 6, 94469 Deggendorf, Tel.: 0991 - 991397 - 0, email: Sekretariat@rokodeg.de

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1. Preis bei bayernweitem Filmwettbewerb

Schüler des Robert-Koch Gymnasiums gewinnen 1. Preis bei Filmwettbewerb und Reise zum fränkischen Schloss Weissenstein

Deutschlandweit waren im Sommer Schulen aufgerufen worden, Videos zu drehen, die sich mit Schlössern und Burgen im Allgemeinen und der einstigen Esskultur im Besonderen auseinandersetzen. Jetzt stehen die Gewinner und ihre Gewinne fest. Der 1. Platz ging an eine Schülergruppe des Deggendorfer Robert-Koch Gymnasiums. Die Klasse darf nach Pommersfelden fahren. Mit ihr freuen sich die betreuenden Lehrkräfte Petra Keller und Susanne Loring.
Das Projekt „Zu Tisch! Genießen in Schlössern und Gärten“ wurde vom Verein „Schlösser und Gärten in Deutschland e. V.“ Ende 2017 als Beitrag zum Europäischen Kulturerbejahr SHARING HERITAGE 2018 ins Leben gerufen. Ziel war es, einer breiten Bevölkerungsschicht die Ess- und Trinkkultur in den Schlössern, Burgen, Klöstern und herrschaftlichen Gärten näherzubringen und zu zeigen, dass es sich um eine jahrhundertelang gewachsene europäische Kultur handelt. Um auch die junge Generation an dieses Thema heranzuführen, wurden Schulen dazu aufgerufen, entsprechende Videos zu drehen.
Die Schüler sollten sich zum Beispiel überlegen, was durch die Jahrhunderte auf ihrer Lieblingsburg gegessen und getrunken wurde oder was sie selbst beim Besuch dort gern gegessen oder getrunken haben. Sie konnten aber auch eine europäische Burg in Minecraft, als Lego- oder Sandburg nachbauen und dabei filmen, oder einfach erzählen, was sie an „ihrer“ Burg oder „ihrem“ Schloss toll fanden. Die Antworten durften auf Deutsch oder in einer anderen europäischen Sprache gegeben werden.
Sieger des Wettbewerbs wurde die Klasse 8b des Robert-Koch Gymnasiums (Schuljahr 2017/18). In verschiedenen Sprachen entstanden Moderationstexte (Lukas Reitberger und Moritz Wild) und sogar mit Drohne (Fabian Kammermeier) hatte die Klasse im nahen Schloss Egg gedreht, ihre Eindrücke filmisch präsentiert (Max Blöchinger, Moritz Etemad, Johannes Meister, Lukas Reitberger, Manuel Taiber und Moritz Wild), aufgenommen und geschnitten (Fabian Kammermeier). Als Belohnung für ihren Filmbeitrag darf sie demnächst in das repräsentative Barockschloss Weissenstein im fränkischen Pommersfelden reisen. Dort wird sie tief in die Pracht eintauchen, die der Bauherr Lothar Franz von Schönborn, Fürstbischof von Bamberg und Kurfürst von Mainz, sowie nachfolgende Generationen der Familie v. Schönborn entfalteten.
Das preisgekrönte Video ist auf dem gleichnamigen YouTube-Kanal des Projekts „Zu Tisch! Genießen in Schlössern und Gärten“ zu sehen.

Über die tolle Platzierung freuen sich ( von links ): Fabian Kammermeier, Max Blöchinger, Moritz Wild, Lukas Reitberger und Manuel Taiber
hinten links: Johannes Meister, Moritz Wild, Moritz Etemad und Max Blöchinger vorne links: Manuel Tauber, Fabian Kammermeier und Lukas Reitberger
Verfasser: Loring S.,

Eine Schule, wie man sie sich wünscht

Tag der offenen Tür lockte viele Neugierige ans Robert-Koch-Gymnasium

Eine Arche, um der Flut zu entrinnen – so hätte heuer der Wahlspruch für die Schulfamilie des Robert-Koch-Gymnasiums für ihren Tag der offenen Tür lauten können: Just an jenem Vormittag des 16. März nämlich zwangen die aus dem Untergrund der Egger Straße hervorberstenden Wassermassen des Tau- und Regenwetters die interessierte Öffentlichkeit dazu, sich über Umwege ihrem Ziel zu näheren, welches dafür aber umso mehr wie eine heimelige Zuflucht wirkte, die nicht nur erforscht, sondern auch sichtlich genossen wurde. Umgeben von Schülern und Lehrern gleichermaßen, konnten sich die Besucher hier vor Augen führen lassen, was „das Koch“ und, noch viel wichtiger, „die Kochler“ ausmacht, die sich einmal mehr mit ihrer intakten Schulgemeinschaft vorstellten und offen auf ihre Besucher zugingen.

Schulleiter Heinz-Peter Meidinger hatte es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen lassen, die in wiederum großer Anzahl erschienenen Kinder mit ihren Eltern persönlich zu begrüßen und freute sich, nicht nur das Haus, sondern auch dessen pädagogisches Angebot sowie dessen außerunterrichtliche Bildungsangebote vorzustellen. Umrahmt von den ebenso professionell wie anregend dargebotenen Musikstücken der Bläser und Streicher und zum Staunen angeregt durch die Showturnergruppe, ließen sich die vielen Mütter und Väter gerne informieren über das hier intensiv genutzte Angebot der offenen Ganztagsschule, welche es arbeitstätigen Eltern ermöglicht, ihre Kinder an allen Tagen der Woche verpflegen und kostenlos von einer Nachmittags- und Hausaufgabenbetreuung unterstützen zu lassen. Ganz gleich ob innerhalb des mathematisch-naturwissenschaftlichen oder des wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Zweiges, besteht für die Schülerinnen und Schüler zudem die Möglichkeit von dem Angebot „Schüler helfen Schülern“ Gebrauch zu machen, und auch das aus Schülerinnen und Schülern der Mittel- und Oberstufe bestehende Tutorenprogramm sorgt insbesondere während des ersten Jahres am Gymnasium für ein sicheres und unbekümmertes Einleben in eine Schulform, die oftmals nicht nur für die Viertklässler selbst eine neue Erfahrung darstellt, sondern eben auch für viele Eltern.

Zwei Besonderheiten des Robert-Koch-Gymnasiums sorgen darüber hinaus in jedem Jahr für besonderes Interesse, nämlich die Einrichtung sowohl einer jeweils freiwilligen Theater- als auch einer Fußballklasse ab der fünften Jahrgangsstufe. Welch beeindruckende Leistungen daraus entstehen können, davon konnten sich die großen wie die kleinen Besucher auch gleich selbst überzeugen, entweder als Teil einer Führungslinie durch das Haus oder bei einer individuellen Erkundung desselben. Die Aufführungen der Theatergruppen und –klassen boten mit ihrer aufgepeppten Version von Hänsel und Gretel oder von Schneewittchen einen visuellen Leckerbissen, der das Kopfkino der Zuschauer noch eine Weile befeuern wird. Die Fußballer indes zeigten ihr Können in den Sporthallen, wohin vor allem die Jungs ihre nicht minder dezent aus den Augenwinkeln strahlenden Papas gezerrt hatten. Über die Schwerpunkte der einzelnen Unterrichtsfächer von Mathematik über Deutsch, Englisch, Latein und Französisch bis hin zur Geographie und Biologie informierten die Ausstellungen und Darbietungen der Lehrer und Schüler in einigen ausgewählten Klassenzimmern, welche meistens auch eine kleine Sensation für sich darstellten – konnten dort doch überall die immer noch nagelneuen Smartboards sowie überhaupt die komplette digitale Ausstattung der Schule unter die Lupe genommen werden, ebenfalls zur Freude nicht nur der Kinder.

Als wahre Publikumsmagneten erwiesen sich erneut die stets bis zum letzten Sitz- und Stehplatz besetzten Vorführungen der Naturwissenschaften. Die Oberstufenschüler der Physik setzten mit ihren Experimenten die Naturgesetze scheinbar außer Kraft, indem sie Essiggurken zum Glühen und Chipsverpackungen zum Explodieren brachten und ihren nur allzu opferbereiten Lehrer als Stromableiter benutzten. In der Chemie wurde echtes Geld „gewaschen“ (ein Schelm, wer Böses dabei denkt!) und in der Biologie ließen die Mikroskope die angehenden Gymasiastinnen und Gymnasiasten in eine Welt eintauchen, die sie so noch nicht gesehen hatten. Tüftler und Bastler konnten sich im Löten von Taschenlampen versuchen. Wer davon noch nicht genug hatte, konnte sich in den Räumen der Kunsterziehung mit marmorierten Osterei-Kreationen beschäftigen oder schlicht und einfach die Verköstigung durch die Schülermitverantwortung (SMV) genießen.

Die Einschreibung für das kommende Schuljahr findet von Montag, 6. Mai, bis Donnerstag, 9. Mai, jeweils zwischen 8.30 Uhr und 17.00 Uhr, sowie am Freitag, 10. Mai, von 8.30 Uhr bis 13.00 Uhr statt. Die Einschreibungsformulare können auf der Homepage des Robert-Koch-Gymnasiums bereits vorab ausgefüllt werden: www.robert-koch-gymnasium.de
Verfasser: Dr. Schütz Ernst,

Alte Menschen besuchen

Eine Gruppe von 12 Schülerinnen des Robert-Koch-Gymnasiums startete heute in die Zusammenarbeit mit dem Donau-Isar-Klinikum mit einem Vortrag zur Organisation des „Unternehmens“ Krankenhaus, der notwendigen Information zum Thema Datenschutz und einer unglaublich erhellenden Einweisung in „wie desinfiziere ich meine Hände richtig?“.
Die Idee zu dem Projekt „Besuchsdienst für alte Menschen“ stammt von Schülerinnen aus dem Wahlunterricht „Umweltschule mit Courage“. Die Mädchen erachten es als gesellschaftlich nötig und sozio-emotional gewinnbringend für alle Beteiligten, wenn sich die jüngere Generation für alte Menschen interessiert.
Diesem respektablen Ansatz trägt die Zusammenarbeit mit dem Donau-Isar-Klinikum Deggendorf Rechnung. Dem Deggendorfer Krankenhaus sei an dieser Stelle schon im Vorfeld gedankt, dass unsere Schülerinnen unter der Obhut und Leitung von professionellen Pflegekräften bei Beschäftigungsprogrammen für alte Menschen in der geriatrischen Abteilung unterstützen und Erfahrungen sammeln dürfen.
Der Projektzeitraum erstreckt sich bis zu den Pfingstferien.

Schwarz auf weiß - an den dunklen Stellen ist kein Desinfektionsmittel gelandet.
Verfasser: Sonja Würf, 18.02.2019

Gegenbesuch der Austauschpartner aus La Réunion

Besuch der Austauschpartner aus La Réunion (16.02. – 01.03.)
Der lang ersehnte Gegenbesuch unserer neuen Austauschpartner wird bei schönstem Winterwetter ein voller Erfolg

Seit unserer Rückkehr aus La Réunion im November, wo wir unserer neuen Partnerschule in La Rivière-Saint Louis den ersten Besuch abgestattet hatten, fieberten wir dem Gegenbesuch unserer Partner entgegen. Die Messlatte lag dank des gigantischen Programmes, das uns dort geboten worden war, sehr hoch. Unser Programm für die Reunionäsen sollte dem natürlich ebenbürtig sein. Der größte Wunsch unserer Gäste war es, einmal Schnee zu sehen…
Und sie bekamen nicht nur Schnee, sondern ein ausgewachsenes Wintersportprogramm! Nachdem sich die Franzosen von der langen Reise etwas erholt hatten, gingen schon am ersten Wochenende viele deutsche Familien mit ihren Gästen rodeln.
Am Montag nach der Ankunft standen ein Empfang bei OB Moser und in der Schule auf dem Programm. Danach folgten die Gastschüler ihren Partnern in den Unterricht und stärkten sich anschließend in der Kantine. Der Nachmittag spielte sich in der Tanzschule Loring ab, wo Deutsche und Franzosen einen Gratistanzkurs erhielten und sich mit bayerischen Volkstänzen und kreolischem Sega prächtig amüsierten. An dieser Stelle auch nochmal herzlichen Dank an Herrn Loring dafür, dass er sofort bereit war, uns zu empfangen und unser Programm auf diese originelle Art zu bereichern! Eine Überraschung der besonderen Art hatten die Gäste zu diesem Anlass auch im Gepäck: sie sangen uns „Stern des Südens“ mit Enthusiasmus und in einwandfreiem Deutsch vor.
Der nächste Tag führte uns alle nach München. Dort zeigten wir unseren Gästen die Innenstadt, stiegen auf den Alten Peter und versäumten natürlich auch das Glockenspiel am neuen Rathaus nicht. Nach einer ausgedehnten Mittagspause fuhren wir auf dem Rückweg noch kurz im Olympiapark vorbei.
Da unsere Partner im Vorfeld auch Interesse an bayerischen Firmen geäußert hatten, bekamen sie am Mittwoch im Rahmen einer sehr kurzweiligen Führung bei Webasto interessante Einblicke in die Arbeit eines mittelständischen Betriebs geboten, durften in Luxusautos probesitzen und sich im Windkanal eine neue Frisur verpassen lassen. Hierfür herzlichen Dank an Herrn Reyser für die Organisation! Nachmittags wurde unser spezielles Wintersportprogramm im Deggendorfer Eisstadion fortgeführt. Obwohl unsere Gastschüler noch nie vorher beim Schlittschuhlaufen waren, meisterten sie auch diese neue Herausforderung, unterstützt von ihren deutschen Partnern, mit Bravour.
Am Donnerstag standen zunächst ein Besuch im X-Perium in Sankt Englmar und im Anschluss daran der Waldwipfelweg und das Haus am Kopf auf dem Programm. Auch diese „Bayerwaldfahrt“ fand bei unseren Gästen großen Anklang.
Um sich von all diesen „Strapazen“ etwas zu erholen, gingen die Franzosen am Freitagvormittag wieder mit ihren Partnern in den Unterricht und waren somit fit für den Höhepunkt der ersten Woche: in Osterhofen fand abends der Tanzabschlussball unserer 9+ und 10. Klassen statt. Da diese Tradition in Frankreich gänzlich unbekannt ist, war es für die französischen Schüler und Lehrer ein unvergessliches Erlebnis, zusammen mit den deutschen Freunden im festlichen Rahmen so richtig zu feiern!
Auch das Programm des Wochenendes scheint sehr abwechslungsreich gewesen zu sein. Berichten zufolge wurden in vielen Familien erneut alle möglichen Ausflüge in den Schnee, nach Passau und München oder ins Elypso unternommen.
Die zweite Woche startete mit einem Besuch bei den Glasbläsern in Bodenmais. Nachdem alle Souvenirs gekauft und sicher im Bus verstaut waren, machten sich fast 50 Schüler und insgesamt sieben Begleiter mit Schneeschuhen auf zur Chamer Schutzhütte. Bei herrlichem Sonnenschein wanderten wir knappe drei Stunden durch eine märchenhafte Winterkulisse zur Unterkunft, die wir dann ganz für uns allein hatten. Das hatte den Vorteil, dass sich niemand daran störte, als nach dem gemeinsamen Essen mit Musik für etwas Hüttengaudi gesorgt wurde.
Nach dem Frühstück und einer kurzen Einweisung durch unseren Guide Klaus vom SC Bodenmais, gaben wir unseren Schützlingen grünes Licht für die 9 km lange Schlittenabfahrt ins Tal. Die wenigen Wanderer und Langläufer, die uns unterwegs begegneten, waren sprachlos beim Anblick der großen Anzahl von Schülern, die ihnen da mit Begeisterung, aber dennoch diszipliniert entgegen rauschten.
Nach soviel Natur und Bewegung in der frischen Luft, gab es am Tag danach etwas Kultur. Die Fahrt zum Schloss Neuschwanstein ist zwar lang, lohnt sich aber zweifelsohne, zumal die meisten Gäste aus La Réunion wohl kaum je wieder die Gelegenheit haben werden, dieses so bekannte Bauwerk zu besichtigen.
Der letzte Ausflug führte die Franzosen nach Regensburg, wo sie an einer zweistündigen Stadtführung teilnahmen, die bravourös von einer unserer ehemaligen Schülerinnen gedolmetscht wurde. Herzlichen Dank, Amélie! Und als ob das Programm noch nicht turbulent und aufregend genug gewesen wäre, fiel dieser letzte Tag auch noch auf den Unsinnigen Donnerstag, so dass einige unserer Gastschüler und -lehrer auch noch in den Genuss des traditionellen Weiberfaschings kamen und ihre Gastfamilien in voller Verkleidung erleben durften… Ils sont fous, les Bavarois!
Leider gingen diese zwei aufregenden und intensiven Wochen mit unseren neuen Freunden viel zu schnell vorbei! Das Abschiedsfest, das am Freitagabend zusammen mit den Gastfamilien in der Schule stattfand, war dementsprechend von vielen widersprüchlichen Gefühlen begleitet: einerseits die Erleichterung bei den Gasteltern und Begleitlehrkräften darüber, dass alles so gut geklappt hatte und die Wintersportaktivitäten ohne Unfälle verlaufen waren. An dieser Stelle sei den Gasteltern nochmals ganz herzlich für ihr tolles Engagement gedankt, ohne das ein solcher Austausch nicht möglich wäre. Die französischen Schüler waren, ganz wie die deutschen Schüler drei Monate zuvor, angefüllt mit neuen Eindrücken und dankbar für die Erlebnisse bei uns. Gleichzeitig waren natürlich auch alle Beteiligten ein wenig traurig darüber, dass dieses Abenteuer nun wirklich vorbei ist und man die Partner aufgrund der Entfernung nicht mal schnell am Wochenende besuchen kann. Allerdings wurden beim Abschied schon fleißig Urlaubspläne geschmiedet und es wäre nicht überraschend, wenn La Réunion im kommenden Jahr ein Bestseller in Deggendorfer Reisebüros würde…
Als Fazit lässt sich feststellen, dass der Austausch ein voller Erfolg war und die weite Reise und der organisatorische Aufwand alle Mühen wert sind. Auf welch andere Art kann man Jugendlichen besser demonstrieren, wie wichtig das Erlernen moderner Fremdsprachen, wie großartig das Erkunden anderer Kulturen und wie erfüllend internationale Freundschaften sind? (Reyser)

Verfasser: Sigrun Reyser, 12.3.2019

In Vorbereitung auf den Regionalentscheid am 25.02.19 fand der Jugend debattiert Wettbewerb am Robert-Koch-Gymnasium statt. Was ist eine Debatte? Eine Debatte ist eine Diskussion mit Regeln, die im Fall von Jugend debattiert folgendermaßen ausschauen: Es gibt je zwei Vertreter der Pro- und Contraseite, die eine Streitfrage gestellt bekommen. Die Debatte beginnt mit einer Eröffnungsrunde, in der jeder die Streitfrage aus seiner Sicht innerhalb von zwei Minuten beantworten muss. Darauf folgt die freie Aussprache. Innerhalb von zwölf Minuten diskutieren die beiden Seiten miteinander und bringen ihre Argumente zu dem Thema vor. Abgeschlossen wird die Debatte durch eine Schlussrunde, in der jeder Debattierende noch einmal eine Minute Zeit hat, um die Streitfrage mit Blick auf die hervorgebrachten Argumente zu beantworten. Was ist Jugend debattiert? Jugend debattiert ist ein Wettbewerb, der im Klassenzimmer der 9. und 10. Jahrgansstufe beginnt und mit ein bisschen Glück und viel Können auf Bundesebene endet. Jede Klasse wählt Vertreter für den Schulentscheid und von dort aus werden die Besten in die nächste „Liga“ geschickt. Zu diesem Zweck gibt es Juroren, die die Schulsieger auswählen. Der Schulentscheid am Roko (Sekundarstufe 1) Zunächst befasste sich die Sekundarstufe 1 (9.Klasse) mit dem Thema „Soll das Streikrecht für den öffentlichen Personenverkehr eingeschränkt werden?“. Darüber debattierten Melanie Weber, Annika Friese (1. Debatte, Pro), Alisa Yumasheva, Moritz Wild (2. Debatte, Pro), Kai Dietlein, Elias Kerschl (1. Debatte, Contra), Franziska Brandl und Sonja Weber (2. Debatte, Contra). Da es in der Sekundarstufe 1 acht Teilnehmer gab, entschieden die Juroren erst in einer Finalrunde, wer im Regionalentscheid steht. Aus dieser gingen Annika Friese (1. Platz), Alisa Yumasheva (2. Platz) und Sonja Weber (als Ersatz) als Beste hervor. Die dabei zu debattierende Fragestellung war: „Sollen Kinderrechte ins Grundgesetz aufgenommen werden?“. Die Reporter vor Ort konnten noch ein paar Eindrücke der Zweitplatzierten, Alisa Yumasheva, und einem weiteren Teilnehmer, Kai Dietlein, einfangen. Beide waren vor dem Wettbewerb aufgeregt gewesen, sich dann aber einig, dass es im Verlauf der Debatte selbst nicht so schlimm war. Während beide ihre Leistung selbst eher schlecht einschätzten, bewertete die Jury, die sich stets aus ehemaligen Teilnehmern zusammensetzt, die Debattenbeiträge von Alisa und Kai durchaus positiv. Zuletzt antwortete Alisa auf die Frage, welches Thema ihr mehr gelegen hatte, dass sie lieber über das Kinderrecht debattierte. Der Schulentscheid am Roko (Sekundarstufe 2) In der Sekundarstufe 2 (10. Klasse) gab es nur eine Debatte zwischen Lukas Kern, Laurin Zich (Pro) und Laura Kerschl mit Andreas Limbrunner (Contra). Die Streitfrage war ein Thema, welches durchaus immer mal wieder in den Medien präsent ist und auch oft im Bundestag zur Sprache kommt: „Sollen der Zivildienst oder die Wehrpflicht wieder eingeführt werden?“. Nach einer Debatte auf sehr hohem Niveau, an der sich auch einige Politiker ein Beispiel nehmen könnten, entschieden die Juroren, dass Lukas Kern (1. Platz), Laurin Zich (2. Platz) und Laura Kerschl (Ersatz) es verdient haben, zum Regionalentschied zu fahren. Wir wünschen den Kandidaten der beiden Sekundarstufen viel Erfolg am 25.02.2019, beim Kampf um den Sieg im Regionalentscheid! Philipp Schüßler